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Musterdepots Bayer-Aktie entzweit die Strategen

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man den Markt schlagen kann. Ob das mit der Bayer-Aktie gelingt, ist umstritten.
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Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Ulf Sommer

Die Bayer-Aktie verliert nach dem neuerlichen Urteil im US-Gerichtsprozess nicht mehr. Bayer muss einem krebskranken Patienten 80 Millionen Dollar zahlen, der über viele Jahre hinweg den von Monsanto hergestellten Unkrautvernichter Roundup verwendet hat. Bayer kaufte Monsanto für 50 Milliarden Euro und muss weitere Prozessniederlagen fürchten. Nach dem fast 50-prozentigen Kursverlust seit Mai 2018 erscheint die Aktie inzwischen als ein hochspekulativer Kauf. Wir wollen uns von amerikanischen Geschworenen nicht abhängig machen und verzichten deshalb auf einen Einstieg.

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Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Einmal im Monat bewerten wir unser Aktienkernportfolio. Aktuell macht es etwa 38 Prozent unseres Musterdepots aus und enthält 15 Einzeltitel. Das Aktienkernportfolio weist im Vergleich zum breiten Index Stoxx Europe 600 eine signifikante Unterbewertung auf. Das gewichtete Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt bei 0,9. Das gewichtete Kurs-Cashflow-Verhältnis beträgt 4,7 und die gewichtete Dividendenrendite 4,6 Prozent. Laut unseres Bewertungsmodells gehören 13 Aktien zum Top-Quartil, das heißt zu den günstigsten 25 Prozent aller Titel des Anlageuniversums. Die relative Unterbewertung des Portfolios bleibt trotz einer merklichen Outperformance des Musterdepots gegenüber dem Vergleichsindex intakt.

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Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Sönke Niefünd

Bei einigen zuletzt unter Druck geratenen Werten dürften sich in den nächsten Wochen – nach abgeschlossener Bodenbildung – interessante Kaufgelegenheiten ergeben. Eine solche könnte die Bayer-Aktie sein. Die Aktie notiert nahe einem Sieben-Jahres-Tief. Vor gut einer Woche hatte eine Jury eines Bundesdistriktgerichts in San Francisco befunden, dass das Herbizid Roundup ein „wesentlicher Faktor“ für das Entstehen der Krebserkrankung des Klägers war. Das Gericht verurteilte Bayer zu einer Schadensersatzzahlung in Höhe von 80 Millionen Dollar. Bayer hat Berufung eingelegt. Es handelt sich um ein Einzelfallurteil, noch dazu von Laienrichtern getroffen. Das Beispiel des Xarelto-Vergleichs mit einer Schadensersatzzahlung von durchschnittlich 30.000 Dollar je Streitfall hat gezeigt, dass die Urteile in der Regel spätestens in der letzten Instanz drastisch reduziert werden. Im aktuellen Kurs der Bayer-Aktie von 56 Euro nach einem Rekordhoch von 140 Euro im April 2015 sollte vieles eingepreist sein. Am 29.04.2019 zahlt Bayer eine Dividende von 2,80 Euro, die Rendite beträgt somit fünf Prozent.

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Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Die vollständigen Depots finden Sie hier: Handelsblatt-Depot, Social-Trading-Depot, Privatbank-Depot.

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