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Musterdepots Das goldene Zeitalter ist vorbei

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Cash scheint King
Georgios Kokologiannis Quelle: Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

(Foto: Pablo Castagnola)

Es ist ein erstaunlicher Rollenwechsel am hiesigen Aktienmarkt: Während ausgerechnet immer mehr Privatanleger beim Dax plötzlich auf steigende Notierungen setzen und zukaufen, ziehen sich professionelle Investoren zurück.

Das geht aus einer aktuellen Erhebung der Deutschen Börse hervor: Bei den Privaten ist demnach zuletzt der Anteil der Optimisten um knapp ein Fünftel gewachsen und liegt inzwischen bei 42 Prozent. Im Gegenzug erwarten nur noch 36 Prozent fallende Kurse.

Bei den Profis ist dagegen inzwischen nur noch jeder Dritte positiv gestimmt für den deutschen Leitindex. Dafür verzeichnen Pessimisten mehr als zehnprozentigen Zuwachs und bilden nun mit 38 Prozent das stärkste Lager.

Deutlich zulegen können hier auch die Neutralen, die inzwischen 29 Prozent stellen. Das passt zu den Ergebnissen einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten: Die nämlich sehen bis Ende 2016 beim Dax im Schnitt überhaupt kein Potenzial mehr.

Auch weitere aktuelle Studien deuten darauf, dass Geldprofis nach mehr als sieben Jahren Hausse an den weltweiten Börsen - entgegen dem offiziellen Dauermantra der Finanzbranche – sehr wohl Alternativen zur Aktie sehen: Zum Beispiel Bargeldhaltung.

So geht aus einer monatlichen Umfrage der Bank of America Merrill Lynch hervor, dass Portfoliomanager derzeit durchschnittlich 5,8 Prozent des von ihnen betreuten Fondsvermögens in Cash halten. Damit liege ihre Barquote so hoch wie seit November 2001 nicht mehr.

Vor allem mit Blick auf den europäischen Markt dominiert laut den Daten der BoA-Umfrage große Skepsis. Das deckt sich  mit einer Beobachtung der Deutschen Bank, wonach Investoren allein aus Aktien der Eurozone zuletzt so viel Kapital abgezogen haben wie seit Oktober 2014 nicht.

Geldhahn auf allein reicht nicht – auch in Japan
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