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Musterdepots Das Schema F

Wenn sich Öl- und Goldpreis stark bewegen, gibt es altbewährte Erklärungsmuster, die Börsianer typischerweise zur Erklärung heranziehen. Zeit für Alexander Kovalenko, sich diese Modelle mal genauer anzuschauen.
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Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Das Comeback von Gold beziehungsweise das Aus für das Rohöl und die Konjunktur – das könnte man sicherlich meinen, wenn man die Börsen in den letzten Tagen beobachtet. Die Investoren nehmen gerade alle Nachrichten in Bezug auf das Rohöl wieder sehr stark war. Das erinnert an 2008. Ist das Öl zu teuer, bremst es die Konjunktur, hieß es damals.

Heute ist es genau andersrum. Hilfe, die Lagerbestände sind drastisch gestiegen, also muss es der Konjunktur schlecht gehen! Das ist viel zu kurz gegriffen. Entscheidender ist doch vielmehr der Verbrauch und nicht der Preis. Denn letzterer entsteht durch die Kombination aus Angebot und Nachfrage. Das Angebot ist – wie diese Woche bereits beschrieben – gestiegen. Doch auch die Nachfrage wuchs stetig. Nur eben nicht so stark wie der Produktionsanstieg und jetzt wird mehr gefördert als verbraucht.

Das dabei die Preise in Richtung der Produktionskosten laufen ist normal. Das Leverage und die Spekulation auf einen hohen Preis müssen sich abbauen. Dann erfahren wir auch einen faireren Wert dieses Rohstoffes. Was wir bei Gold wohl nie erleben werden. Eine Aussage über die Konjunktur lässt sich also wie beschrieben nur schwer anhand des Rohölpreises tätigen. Und auch der Verbrauch verändert sich, ohne dass es der Konjunktur schlechter gehen muss.

Europa verbraucht beispielsweise kontinuierlich wegen der Dekarbonisierung, sprich Energiewende, immer weniger. Deshalb ist strategisch von einer direkten Investition abzuraten, taktisch allerdings kann man irgendwann sagen: Der nächste kalte Winter kommt bestimmt.

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