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Musterdepots Dax unberührt von Konjunkturaussichten

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man den Markt schlagen kann. Experte Ulf Sommer blickt auf die Konjunkturaussichten.
1 Kommentar

Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Ulf Sommer

Die Konjunkturaussichten für Deutschland und die Weltwirtschaft verschlechtern sich immer weiter, besonders betroffen sind die Erträge der vielen exportstarken deutschen Unternehmen. Dennoch steigt der Dax unentwegt. Entweder erweist sich die Börse als guter Frühindikator und sieht bereits den Aufschwung hinter der kleinen Delle oder dem Mini-Abschwung. Die schlechtere und nicht weniger wahrscheinlichere Variante lautet dagegen: Anleger erliegen dem Herdentrieb und einer Täuschung. Bislang gibt es nämlich weit und breit keine Anzeichen für einen nahenden Aufschwung.

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Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Anfang der vergangenen Woche hat unser Wertsicherungsmodell ein Kaufsignal geliefert. Dementsprechend haben wir alle Positionen des Aktienkernportfolios auf eine neutrale Gewichtung aufgestockt und sind somit wieder beinahe voll investiert. Das Verkaufssignal von Ende 2018 war ein Fehlsignal, das die Performance unseres Depots belastet hat. Der entgangene Gewinn ist jedoch eine Art von „Versicherungsprämie“, die gezahlt werden muss, um bei einem echten Versicherungsfall davon profitieren zu können. Wir halten am System fest und werden die Signale weiterhin diszipliniert umsetzen.

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Das Privatbank-Depot: Torsten Johannsen, Otto M. Schröder Bank

Torsten Johannsen

Im Privatbankdepot verfolgen wir den Ansatz, unsere Kapitalanlagen „mit einer Politik der ruhigen Hand“ nach Nachhaltigkeitskriterien zu führen.
Wie verhalten sich nachhaltige Kapitalanlagen in Bezug auf Rendite/Risiko? Prof. Alexander Bassen, Universität Hamburg, hat vor einigen Jahren mit der größten Meta-Studie im Bereich Nachhaltigkeit gezeigt, dass ein positiver oder zumindest neutraler Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeitsaspekten und Finanzergebnissen bei über 95 Prozent der Aktienanlagen sowie bei allen Renten- und Immobilienanlagen besteht.
Diese Erkenntnisse bedeuten aber nicht, dass nachhaltige Geldanlagen keine Risiken bergen. Nachhaltige Aspekte nehmen nach unserer Auffassung immer mehr Raum bei Anlageentscheidungen ein - bei privaten sowie bei institutionellen Anlegern.

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Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Die vollständigen Depots finden Sie hier: Handelsblatt-Depot, Social-Trading-Depot, Privatbank-Depot.

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1 Kommentar zu "Musterdepots: Dax unberührt von Konjunkturaussichten "

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  • Sehr geehrter Herr Dr. Sommer,

    Sie sehen "keine Anzeichen für einen nahenden Aufschwung"? Die sind auch nicht so ganz einfach zu sehen. Ich darf dazu Bert Brecht zitieren:"Denn die einen (Indikatoren) sind im Dunkeln und die anderen (Indikatoren) sind im Licht, und man siehet die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht".

    Was man nicht sieht, nennen wir "geopolitische Risiken". Wir zählen dazu den Handelsstreit USA/China. Den lange Zeit viel zu straffen geldpolitischen Kurs der FED. Den Brexit und anderes mehr. Diese Risiken sind unwägbar, haben aber nach Einschätzung vieler Mitbürger ein Gewicht, dass sie die Weltwirtschaft in eine Rezession stürzen können.

    Was geschah nun tatsächlich? Zunächst die reale Wirtschaft. Im Jahr 2018 wurden Verbraucher und Investoren in vielen Ländern verunsichert/verängstigt und verschoben deshalb nicht unbedingt notwendige Ausgaben in die Zukunft. Die Folge war, dass 2018 viele Länder nur knapp an einer Rezession vorbei schrammten und die Prognosen für 2019 nunmehr nur noch von einem Mini-Wachstum knapp oberhalb der Stagnation ausgehen. Und an der Börse kam es vielerorts zu Bärenmärkten, die herbe Verluste bescherten.

    Gegen Ende 2018 entspannten sich jedoch die geopolitischen Risiken zunehmend. Von den Handelsgesprächen USA/China kamen fortwährend Meldungen, die auf eine baldige Einigung hoffen ließen. Und die FED änderte ihren zu straffen geldpolitischen Kurs grundlegend.

    Ab Anfang 2019 feierte dann die Börse den Wegfall dieser schweren Sorgen in einer Erleichterungsrally. Aber wenn diese Aktienmarktrally nicht versanden, sondern weiter gehen soll, muß auch die reale Wirtschaft nachziehen. Die angeschlagene Konjunktur muß wieder Fahrt aufnehmen, die Wachstumsraten müssen sich erholen. Zugegeben, Anzeichen dafür gibt es nocht nicht. Aber die Hoffnung.

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