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Musterdepots Depotstrategen halten sich mit Käufen noch zurück

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man den Markt schlagen kann. Stratege Ulf Sommer beschäftigt sich mit dem arg gebeutelten Depotwert Fresenius.
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Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Ulf Sommer

Um neun Prozent ging es für den gebeutelten Depotwert Fresenius im vergangenen Monat aufwärts. Tenor vieler Anleger und Analystenkommentare ist, dass die Aktie nach den zwei Gewinnwarnungen des Konzerns im vergangenen Jahr übermäßig stark gefallen ist. Aktionäre bezahlen das Unternehmen und heruntergerechnet jeden Anteilsschein derzeit mit dem 13,5-fachen Jahresnettogewinn. Das ist für Aktien in der Gesundheitsbranche äußerst günstig. Deutsche-Bank-Analyst Gunnar Romer rechnet mit einem robusten Schlussquartal des Medizinkonzerns.

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Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Im Hintergrund unseres Musterdepots läuft ein Wertsicherungsmodell. Das Ziel dieses Modells ist es, die Situationen zu erkennen, bei denen aus der Kapitalmarkthistorie der letzten 45 Jahre panikartige Verkäufe wie 2002 oder 2008 relativ wahrscheinlich wären. Zum 27.12. hat das Modell ein Verkaufssignal generiert. Direkt im Anschluss haben wir alle Einzelaktienpositionen um 50 Prozent reduziert. Sollte der Markt weiter fallen, wird das Musterdepot deutlich weniger als seine Benchmark verlieren. Wenn in den nächsten Wochen und Monaten eine ausgeprägte Erholung stattfindet, wird das Depot zwar bestimmte Underperformance haben, wird aber trotzdem an den steigenden Märkten partizipieren. Dabei spielt unsere diskretionäre Markteinschätzung keine Rolle, eine Reinvestition auf neutrale Aktienquote wird ebenfalls modellbasiert stattfinden.

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Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Sönke Niefünd

Karl May war einer der produktivsten deutschen Schriftsteller, der erste von ihm veröffentlichte Roman „Durch die Wüste“ begeisterte Generationen von Lesern weltweit. Seine britische Namensvetterin Theresa lässt beim Brexit aktuell - wohl bewusst - Produktivität und Kreativität vermissen. Ob der von ihr eingeschlagene Weg „in die Wüste“ führt, wird die nahe Zukunft zeigen. Durch bislang zum Scheitern verurteilte Nachverhandlungen einen vielleicht möglichen geregelten Brexit hartnäckig bis zum letzten Moment hinaus zu zögern, belastet die Kapitalmärkte weltweit durch Unsicherheit. Die von uns generierte Liquidität halten wir daher weiter vor und uns mit Neuengagements vorerst zurück.

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Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Die vollständigen Depots finden Sie hier: Handelsblatt-Depot, Social-Trading-Depot, Privatbank-Depot.

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