Musterdepots „Der Dax bleibt angeschlagen“

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man den Markt schlagen kann. Stratege Ulf Sommer setzt nach den heutigen Gewinnen wieder auf fallende Kurse beim deutschen Leitindex.
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Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Ulf Sommer

Der Dax steigt, bleibt aber angeschlagen. Das Chartbild hat sich eingetrübt. Ich nutze die kurzfristige Erholung, um ein paar Anteile am Dax (50 der 235 ETF) zu verkaufen. Im Gegenzug spekuliere ich darauf, dass der Dax in den kommenden Monaten weiter verliert und kaufe 250 Short-Anteile auf den Dax mit einem Hebel von 5,4. Das Papier profitiert also überdurchschnittlich von fallenden Kursen. Vorsicht, diese Position ist spekulativer als Aktien und eignet sich nicht als Langfristanlage. Steigt der Dax über die Schwelle von 14.563 Punkten, würde das Papier wertlos verfallen. 

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Unser Musterdepot konnte sich leider im Juni von der negativen Entwicklung der wichtigsten europäischen Aktienindizes nicht abkoppeln. Zwei Drittel der Einzelaktienpositionen mussten einen Monatsverlust hinnehmen. Am stärksten hat es Voestalpine (minus 14,2 Prozent) sowie Casino Guichard (minus 10,1 Prozent) erwischt. Zu den Performance-Spitzenreitern gehörten Iberdrola (plus 9,1 Prozent) und Eni (plus 2,7 Prozent). Darüber hinaus konnten ACS, EDP und Eon den Börsenmonat mit positiven Vorzeichen abschließen. Bei den Ziel-Wikifolios haben die Strategien mit einem signifikanten US-Exposure – ETF-Werte des Icax (plus 1,5 Prozent) von Uwe Freier und „ROGO US Value“ (plus 0,5 Prozent) von Paul Rogojan – positiv abgeschnitten. 

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Sönke Niefünd

Wir halten die Branchen Telekommunikation, Pharma, Chemie und Nahrungsmittel/Konsum für aussichtsreich, insbesondere auch in den USA. Dort winken zusätzliche Währungsgewinne. Zum Jahresende 2018 erwarten wir wieder Dax-Stände um 13.500 Punkte. Sollte Italien in einer Kurzfristreaktion tatsächlich erwägen, den Euro-Raum zu verlassen, erwarten wir erhebliche Turbulenzen an den europäischen Märkten. Diese dürften durch die EZB-Geldpolitik der extrem niedrigen Zinsen gedämpft werden. Deutschland wäre dann besonders attraktiv für ausländische Investoren. Die Assetpreise von Anleihen, Aktien und Immobilien sollten in so einem Fall besonders profitieren.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Die vollständigen Depots finden Sie hier: Handelsblatt-Depot, Social-Trading-Depot, Privatbank-Depot.

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