Musterdepots Der Dollar-Aufwärtstrend ist noch keine Trendwende

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man den Markt schlagen kann.
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Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Ulf Sommer

Der Dollar beweist nach Monaten der Schwäche wieder einmal Stärke. Bei 1,22 Dollar je Euro steht er gut drei Cent fester da als noch vor drei Wochen. Der jüngste Dollar-Aufwärtstrend lässt Devisenanleger hoffen, dass die Währung wieder auf die Geldpolitik reagiert, jetzt da statt drei sogar vier Zinsschritte in den USA in diesem Jahr möglich scheinen.

Den Dax lässt das kalt, obwohl die Einnahmen aus Geschäft in Dollar mit dieser Währungsbewegung theoretisch steigen. Für uns ist die kurzfristige Währungsbewegung aber kein Grund zum Handeln.

Erstens ist unser Depot auf langfristige Erträge statt kurzfristigen Schwankungen ausgerichtet. Zweitens sehen wir die aktuelle Bewegung noch nicht als Anzeichen einer Trendwende. Euro-Dollar müsste auf handelsgewichteter Basis sogar noch höher notieren.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Der Peugeot Citroen Konzern (PSA) hat am Donnerstag hervorragende Jahreszahlen vorgelegt. 2017 wurden beim Umsatz, Gewinn und der operativen Marge neue Rekordwerte erzielt. Der Umsatz ist um 20,7 Prozent auf über 65 Milliarden Euro, der Nettogewinn um 11,5 Prozent auf 1,93 Milliarden Euro gestiegen. Diese beeindruckenden Zahlen wurden trotz eines Verlustes von 179 Millionen von Opel erreicht. Der deutsche Hersteller gehört seit August 2017 dem französischen Konzern. Mit dem guten Ergebnis für 2017 geht die Turnaround-Story von PSA erfolgreich weiter. Wir halten die Aktie seit Auflage des Musterdepots.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Sönke Niefünd

Das Niedrigzinsumfeld wird uns – trotz steigender Zinsängste in den USA – noch eine Weile begleiten. Wir erwarten nicht, dass die Zinsen in Europa in absehbarer Zeit deutlich steigen werden. Nichtsdestotrotz ist es aus unserer Sicht wichtig, auf Anlagen zu setzen, die regelmäßige, konstante Renditen bieten. Staatsanleihen sind nach wie vor für uns nicht interessant, da eine 10-jährige deutsche Staatsanleihe lediglich 0,63 Prozent und eine 10-jährige französische Staatsanleihe nur 0,92 Prozent Rendite bieten. Wir investieren lieber in Unternehmensanleihen, wie die mit 3,25 Prozent verzinste DIC Asset oder die variabel verzinste (aktuell 2,77 Prozent) Südzucker-Nachranganleihe. Südzucker ist der größte Zuckerproduzent der Welt und hat eine Bonität im Investmentgrade mit einem Rating von BB-.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Die vollständigen Depots finden Sie hier: Handelsblatt-Depot, Social-Trading-Depot, Privatbank-Depot.

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