Musterdepots Der Euro klettert, aber nicht mehr lang

Die Fed wird den Leitzins im März wohl noch nicht anheben. Das schwächt den Dollar – und lässt den Euro klettern. Dennoch sehen Devisenhändler darin keinen langfristigen Trend. Sie sehen eine baldige Kehrtwende.
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Georgios Kokologiannis Quelle: Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

(Foto: Pablo Castagnola)

Frankfurt am MainAm Devisenmarkt ist eine Entwicklung zu beobachten, die Währungsstrategen überraschen dürfte – Anleger aber eher nicht: Der Euro kletterte am Donnerstag den vierten Tag in Folge, dieses Mal auf über 1,09 US-Dollar. Damit steuert die europäische Gemeinschaftswährung auf den zweiten Monatsgewinn hintereinander zu. Dabei hatten Experten wegen der ungebremsten Liquiditätsflut der Europäischen Zentralbank (EZB) eigentlich eine erneute Abwertung prognostiziert.

Doch Investoren ficht die Ankündigung weiterer geldpolitischer Lockerungen durch die EZB offenbar nicht an. Darauf deutet eine Auswertung des Analysehauses Sentix: Ein spezieller Index, der die Grundüberzeugung der Investoren für den Euro/US-Dollar-Wechselkurs misst, sei nun überraschend auf den höchsten Stand seit über zwei Jahren gestiegen. Und dieser sogenannte „strategische Bias“, entwickelt sich bereits seit Mitte November entgegengesetzt zum Wechselkurs.

Was dies nach Ansicht der Fachleute von Sentix bedeutet, die anhand der Stimmung der Anleger Schlüsse für die weitere Entwicklung an den Finanzmärkten ziehen: Am Ende dürften die Währungsstrategen mit ihren negativen Euro-Prognosen doch noch recht bekommen. Denn aufgrund seiner Vorlaufeigenschaften deute dieser „divergierende Indikator“ auf eine baldige Richtungsänderung des Wechselkurses.

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