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Musterdepots Die Bullen ziehen nach Japan

Der Nikkei klettert so hoch wie seit fünfzehn Jahren nicht mehr, die japanischen Unternehmen schreiben Gewinne. Grund genug für Alexander Kovalenko optimistisch für Japan zu sein. Nur der Yen könnte die Party vermiesen.
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Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Der japanische Aktienmarkt befindet sich weiter im Aufwind: Der Nikkei 225 nimmt Kurs auf den zwischenzeitlichen Höchststand von Mitte April 2000, als der Leitindex die Marke von 20.800 Punkten knackte. Wir halten die Aussichten weiterhin für konstruktiv. Die Hausse in Japan ist durch die Gewinnentwicklung der Unternehmen weitaus besser gestützt, als dies in Europa oder in den USA der Fall ist. Die Strukturreformen, die Ministerpräsident Abe angestoßen hat, werden von Investoren bislang unterschätzt.

Wir werten insbesondere positiv, dass die japanische Regierung endlich Anstrengungen unternimmt, um die Partizipationsrate am Arbeitsmarkt und die Produktivität zu erhöhen. Damit kann den wachstumsdämpfenden Effekten einer alternden Bevölkerung zumindest teilweise entgegengewirkt werden. Zudem hat der japanische Pensionsfonds – einer der größten institutionellen Investoren weltweit – seine angestrebte Aktienquote mehr als verdoppelt. So ist mittlerweile ein Fondsanteil von 25 Prozent in japanischen Aktien vorgesehen statt vormals lediglich 12 Prozent. Wir erwarten, dass dies den japanischen Aktienmarkt mittelfristig stützen wird.

Ein besonderes Augenmerk bei Investitionen in japanische Aktien muss auf die Frage gelegt werden, ob die Währung abgesichert werden soll. In der Vergangenheit galt als Daumenregel, dass eine gute Wertentwicklung am japanischen Aktienmarkt von einem schwachen japanischen Yen begleitet wird. Davon ist 2015 jedoch bislang wenig zu sehen: Während der Nikkei 225 seit Jahresbeginn in lokaler Währung etwa 15 Prozent gewonnen hat, liegt der Euro-Investor sogar um etwa 25 Prozent vorne. Dennoch bevorzugen wir unter Risikoaspekten ein Produkt, das gegen Währungsschwankungen abgesichert ist. Wir nehmen daher den UBS ETF MSCI Japan hedged EUR in unser Portfolio auf.

Mehr Bargeld, weniger Öl im Depot
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