Musterdepots Die doppelte Zinserhöhung

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man den Markt schlagen kann. Stratege Ulf Sommer erklärt, warum der schwache Dollar Gerüchte über weitere US-Zinserhöhungen beflügelt.
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Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Ulf Sommer

Gerüchte über eine doppelte Zinsanhebung in den USA, also um einen halben Prozentpunkt, verunsichern die Märkte. Angesichts der Dollarschwäche hat die US-Notenbank Spielraum, die Zinsen weiter anzuheben. Denn Sorgen, wonach die höheren US-Zinsen den Dollar stärken, weil Anleger ihr Geld in Dollaranlagen investieren, bestätigen sich nicht. Im Gegenteil: Der Dollar hat in zwölf Monaten 15 Prozent verloren. So werden amerikanische Produkte wettbewerbsfähiger und die US-Konjunktur boomt noch stärker. Doch dies schürt die Zinsspekulationen – was Aktien auf Dauer belastet.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Der Wikifolio-Manager Holger Degener hat für sein „Dividende und Eigenkapital Deutschland“ einen Kommentar geschrieben. Der Start ins Jahr 2018 habe nahezu voll investiert gut geklappt. Bei Allgeier, Steico und Schloss Wachenheim hat der Portfoliomanager die Gewichtung leicht reduziert und gute Gewinne mitgenommen. Viele Aktien beginnen laut Herrn Degener nun etwas zu viele Zukunftsperspektiven vorwegzunehmen. Gerade wenn dann Jahresergebnisse gemeldet werden, könnte es zu Rückschlägen kommen. Die weiterhin sehr niedrigen Zinsen seien aber keine Alternative, so dass Herr Degener den Aufwärtstrend an den Börsen weiter für intakt hält. Die bald anstehende Dividendensaison sei in der Regel auch förderlich für seine Strategie.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Sönke Niefünd

Die Stimmung der Anleger an den weltweiten Börsen scheint gut zu sein. In China und Amerika mit neuen Höchstkursen, nur in Europa noch nicht. Wir warnen davor, in unreflektierte Euphorie zu verfallen. Das globale Problem hoher Schulden ist weiterhin ungelöst. Zudem bleibt die (geo-)politische Unsicherheit aus unserer Sicht hoch. Um kontinuierliche Renditen zu erwirtschaften, legen wir diversifiziert an und kombinieren Aktien, Anleihen und Rohstoffe, so dass sie möglichst wenig miteinander korrelieren. Auf diese Art können Multi-Asset-Strategien für Anleger ruhigen Schlaf bedeuten, denn sie helfen, Risiken zu reduzieren, ohne auf Renditechancen zu verzichten.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Die vollständigen Depots finden Sie hier: Handelsblatt-Depot, Social-Trading-Depot, Privatbank-Depot.

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