Musterdepots Gewappnet gegen Draghis Geldschwemme

Draghis Worte wirken und der Dax ist kaum zu bremsen. Unsere Autoren nutzen den Bullenmarkt für den Moment. Fest steht aber: Die langfristigen Folgen des geldpolitischen Experiments der EZB sind kaum abzuschätzen.
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Georgios Kokologiannis Quelle: Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

(Foto: Pablo Castagnola)

Angetrieben vom geldpolitischen Vabanquespiel der Europäischen Zentralbank geraten die Aktienmärkte außer Rand und Band. So ist etwa der Dax allein in den vergangenen zweieinhalb Wochen um mehr als 1300 Punkte nach oben geschnellt – das ist mehr als fünfmal soviel wie das Börsenbarometer im gesamten Jahr 2014 zugelegt hat.

Seitdem sich ab Mitte Oktober immer deutlicher abzeichnete, dass EZB-Chef Mario Draghi seine Weichwährungsvorhaben notfalls mit der Brechstange durchsetzen wird, haben Spekulanten den deutschen Leitindex mittlerweile sogar um insgesamt 28 Prozent in die Höhe katapultiert.

Damit hat der Dax bei über 10.700 Zählern das obere Ende der Kursspanne erreicht, in dem ich das Börsenbarometer bis vor kurzem noch gesehen habe. Unter dem Strich erwarte ich zwar auch weiterhin bis zum Jahresende eine extrem schwankungsstarke Seitwärtsbewegung. Doch da das Ausmaß der von Draghis angekündigten neuen Marktmanipulation noch heftiger ausfällt, als es die Experten bisher vermutet haben, könnten die Aktienkurse vorübergehend noch extremer überschießen.

Sollte der Dax die 10.800 Punkte erreichen, dann hätte das aber weitreichende Folgen für eine meiner Anlagepositionen: Die Reverse-Bonus-Zertifikate auf den Dax (WKN: GT8MTD) würden ihre „Bonusfunktion“ einbüßen – die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die bisherigen Buchverluste bis zum Laufzeitende nicht mehr rückgängig gemacht werden können, würde steigen. Denn diese speziellen Anlageprodukte profitieren davon, wenn der Dax entweder maximal bis zu einer bestimmten Obergrenze klettert – oder fällt. Andernfalls werden sie zu Verlustbringern.

Ich ziehe daher hier die Reißleine und trenne mich daher von den Reverse-Bonus-Papieren. Im Gegenzug kaufe ich eine neue Variante mit deutlich höherer „Bonusschwelle“ (WKN: PS0UJV). Damit ist ein Ertrag von rund dreizehn Prozent erzielbar. Selbst dann, wenn es demnächst wieder abwärts gehen sollte am deutschen Aktienmarkt. Nur falls der Index bis Mitte Oktober auf 11800 Zähler oder noch weiter übertreiben sollte, können diese neuen Zertifikate dauerhaft ins Minus rutschen.

Gute Bilanzen geben Hoffnung
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