Musterdepots Handelsstreit überschattet die deutsche Konjunktur

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man den Markt schlagen kann. Redaktionsstratege Ulf Sommer rät zum Kauf von Lufthansa-Papieren.
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Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Ulf Sommer

Nach dem kräftigen Rückfall erholt sich die Lufthansa-Aktie. Auf dem aktuellen Kursniveau kostet Europas größte Luftfahrtgesellschaft an der Börse nur so viel, wie sie in fünf Jahren netto verdient. Preiswerter ist keine andere Aktie im Dax. Dementsprechend halten auch die Analysten an ihren Kaufempfehlungen fest. Das US-Analysehaus Bernstein rät mit einem Kursziel von 29 Euro und die britische Investmentbank HSBC mit veranschlagten 31 Euro zum Kauf. Beide sehen die Lufthansa bei einer weiteren Branchenkonsolidierung in einer ausgezeichneten Position.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Der potenzielle Handelsstreit mit den USA wirft einen Schatten auf den Ausblick für die deutsche Konjunktur. Dies geht aus einer Umfrage des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) unter professionellen Anlegern hervor. Das ZEW-Barometer ist zum fünften Mal in den letzten sechs Monaten gesunken und hat den tiefsten Stand seit August 2012 erreicht. Unser Ansatz sieht jedoch keine Steuerung der Investitionsquoten auf Basis qualitativer Analyse beziehungsweise aufgrund von Wirtschaftsprognosen vor. Unser Modell agiert hingegen prognose- beziehungsweise emotionsneutral.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Sönke Niefünd

Die Hamburger Otto Group hat ihre erste Nachranganleihe mit einem Volumen von 300 Millionen Euro begeben. Der Kupon hat eine feste Höhe von vier Prozent bis 2025 und der Anleihenkurs ist unter 100,00. Im Jahr 2025 kann die Anleihe seitens des Emittenten zu 100,00 gekündigt werden. Sollte keine Kündigung erfolgen, wird der Kupon auf fünf Prozent plus den Fünf-Jahres-Marktzins angepasst. Die Anpassung erfolgt alle fünf Jahre. Die Anleihe läuft unendlich. In unserem Portfolio haben wir diese Anleihe mit aufgenommen, da wir sie über die Börse stets verkaufen können.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Die vollständigen Depots finden Sie hier: Handelsblatt-Depot, Social-Trading-Depot, Privatbank-Depot.

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