Musterdepots Kein Ölmarkt-Kompromiss in Sicht

Das Doha-Treffen hat nicht die ersehnte Fördermengenkürzung gebracht. Für Handelsblatt-Autor Alexander Kovalenko steht fest, dass Anleger sich auch weiterhin auf ein deutliches Öl-Überangebot einstellen müssen.
Alexander Kovalenko

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Das am Wochenende stattgefundene Treffen der größten Ölproduktionsländer in Katar hat keine Einigung über eine mögliche Begrenzung der Fördermengen gebracht. Vor allem Saudi Arabien stellte sich gegen Produktionskürzungen, solange der Iran sich einem potentiellen Abkommen nicht anschließen wird.

Der Iran hat wiederum am erwähnten Treffen in Katar gar nicht teilgenommen und generell in der letzten Zeit deutlich gemacht, dass sein primäres Ziel nach der Aufhebung der westlichen Sanktionen in der Wiedergewinnung der Marktanteile besteht. Am einfachsten wäre dies durch einen günstigen Preis zu erreichen. Grundsätzlich sind die großen Förderländer natürlich an einem möglichst hohen Ölpreis interessiert.

Die existierenden politischen und wirtschaftlichen Interessenkonflikte sind allerdings so zahlreich und vielfältig, dass das Erreichen eines Kompromisses aus heutiger Sicht als sehr schwierig erscheint. Fakt ist, dass das vorhandene Überangebot erst mal bestehen bleibt. Der Ölpreis reagierte am Montag mit einem erheblichen Rückgang, die Volatilität an den Aktienmärkten ist ebenfalls etwas angesprungen.

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