Musterdepots Prozyklisches Verhalten wirkt kontraproduktiv

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man den Markt schlagen kann. Stratege Alexander Kovalenko erklärt seine Reaktion auf hohe Volatilität.
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Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Ulf Sommer

Die Aktie der Deutschen Lufthansa hat sich im Handelsblatt-Depot eher als Bürde denn als Zier entpuppt. Das Minus beträgt deutlich über 20 Prozent. Allerdings könnte es durch die technologische Entwicklung neue Kursfantasien geben. Die Analysten der schweizerischen Großbank UBS erwarten schon relativ bald den Durchbruch hin zu „Ein-Piloten-Flugzeugen“ – einer Zwischenetappe auf dem Weg zum autonomen Fliegen ganz ohne Steuermann. Die Einsparungen würden sich für die Airlines im Milliardenbereich bewegen, die Kranich-Fluglinie würde wohl ebenfalls profitieren.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Die globalen Aktienmärkte haben sich in den letzten Monaten ziemlich turbulent entwickelt. Die im Februar und März gestiegene Volatilität hat allerdings dazu geführt, dass viele Anleger während der Korrektur die Aktien zu aus heutiger Sicht schlechten Kursen verkauft haben. Ein derartig kurzfristiges, prozyklisches Verhalten wirkt oft kontraproduktiv. Oft heißt es, für die Performance sei es wichtig, die schlechtesten Börsentage zu vermeiden. Unseres Erachtens ist das beinahe unmöglich. Viel wichtiger ist es, an guten Börsentagen, welche nach den Korrekturen erscheinen, investiert zu sein.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Sönke Niefünd

Erst Ende Juli beginnt die Integration von Monsanto in den Bayer-Konzern. Die Übernahme des umstrittenen US-Pflanzenschutz- und Saatgutspezialisten birgt Risiken. Monsanto ist einer der weltgrößten Hersteller des Unkrautbekämpfungsmittels Glyphosat. Kläger und Studien halten Glyphosat für krebserregend und verklagen Monsanto. Die Leverkusener erben mit der Übernahme sämtliche Rechtsrisiken. US-Sammelklagen können schnell in die Milliarden gehen. Daher verkaufen wir lieber unsere 3,75-prozentige Bayer-Nachranganleihe mit einem Kursgewinn von über sechs Prozent.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Die vollständigen Depots finden Sie hier: Handelsblatt-Depot, Social-Trading-Depot, Privatbank-Depot.

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