Musterdepots Risikobereitschaft auf Allzeithoch

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man den Markt schlagen kann. Stratege Sönke Niefünd hat auf den Kurssturz der Bezahldienstleister-Aktie Wirecard reagiert.
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Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Ulf Sommer

Die Börsenhochs entfalten ihre Wirkung: Anleger zeigen eine noch nie da gewesene Risikofreude bei ihren Aktien-Engagements. Das ermittelte der Finanzdatenspezialist Sentix in seinen wöchentlichen Umfragen unter privaten und institutionellen Investoren. Die Risikobereitschaft leitet sich dabei nicht nur aus der Höhe ihres Aktien-Engagements ab, sondern auch aus den präferierten Anlagesegmenten. Der Index erreicht ein Allzeithoch in der seit 2004 bestehenden Historie. Was folgt daraus? In der Vergangenheit war dies oftmals ein Vorbote für nahende Korrekturen oder sogar Trendwechsel.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Aufgrund der fehlenden Renditen bei den Sparanlagen gepaart mit der in Deutschland traditionellen Unbeliebtheit von Aktien erlebt man derzeit einen regelrechten Run auf Immobilien. Unseres Erachtens bieten jedoch Dividendenpapiere im aktuellen Umfeld langfristig ein attraktiveres Chance-Risiko-Profil. Wir empfehlen ein diversifiziertes Portfolio, welches neben Immobilien und festverzinslichen Anlagen auf jeden Fall einen signifikanten Aktienanteil beinhalten sollte. Wie dieser aufgebaut werden kann, versuchen wir mit unserem langfristigen transaktionsarmen Musterdepot zu zeigen.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Sönke Niefünd

Ein selbst ernannter Researchdienst namens „Southern Investigative Reporting Foundation“ (SIRF) stellte das Geschäftsmodell des Bezahldienstleisters Wirecard infrage. Das ließ den Kurs der Aktie am Dienstag zwischenzeitlich um fast zwölf Prozent einbrechen, bevor sich der Kurs stabilisiert hat. Vor knapp zwei Jahren hatte ein kurzzeitig im Internet kursierender Angriff des bis dahin ebenfalls unbekannten Analysedienstes „Zatarra“ schon einmal einen tiefen Sturz der Papiere ausgelöst. Wir haben die Gelegenheit genutzt und eine kleine Position im Gegenwert von 1,3 Prozent des Portfolios erworben.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Die vollständigen Depots finden Sie hier: Handelsblatt-Depot, Social-Trading-Depot, Privatbank-Depot.

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1 Kommentar zu "Musterdepots: Risikobereitschaft auf Allzeithoch"

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  • Wenn ich zeigen wie toll ich performe nehme ich einen schlechten Vergleichsmassstab, wie hier den Euro Stoxx 50, würde man als Vergleich den S&P 500 oder den Dow Industrial nehmen, sähen die Protagonisten hier ganz blass aus und das, zumindest beim S&P bei deutlich breiterer Streuung.

    Ein weiterer Beleg dafür wie gut aktiv gemangte Depots funktionieren

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