Musterdepots Sollte man noch in Auto-Aktien investieren?

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man den Markt schlagen kann. Redaktionsstratege Ulf Sommer diskutiert Investments in Automobilwerte.
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Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Ulf Sommer

Sind die drei Autowerte einen Kauf wert? Gemessen an ihren Milliardengewinnen kosten BMW, Daimler und VW an der Börse deutlich weniger als den zehnfachen Jahresgewinn. Das ist billig und gemessen an den übrigen Industriewerten im Dax sogar spottbillig. Für die Aktien spricht, dass weder die neuen Abgasvorwürfe gegen Daimler, wonach das Kraftfahrt-Bundesamt gleich fünf unzulässige Abschaltfunktionen entdeckt hat, zu Kurseinbrüchen führen. Noch belasten die neuerlichen Zolldrohungen von US-Präsident Trump. Fazit: Billig ist zwar gut, doch es fehlt die ganz große Kursfantasie.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Aufgrund fehlender Renditen bei Sparanlagen gepaart mit der für Deutschland traditionellen Unbeliebtheit der Aktien erlebt man derzeit in der Bundesrepublik einen regelrechten Immobilien-Run. Unseres Erachtens bieten jedoch die Dividendenpapiere im aktuellen Umfeld langfristig ein attraktiveres Chance-Risiko-Profil, vor allem für diejenigen, die ihr komplettes Kapital in eine Wohnung oder in ein Haus investieren möchten. Wir empfehlen ein diversifiziertes Portfolio, das neben Immobilien und festverzinslichen Anlagen auf jeden Fall einen signifikanten Aktienanteil beinhalten sollte.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Sönke Niefünd

Diese Woche kann in geldpolitischen Fragen richtungweisend werden. Die amerikanische Notenbank Fed dürfte am Mittwoch eine Leitzinserhöhung verkünden. Wir erwarten einen Zinsschritt um 0,25 Prozent. Die europäischen Währungshüter folgen am Donnerstag und dürften einen Ausblick zum aktuellen Anleiheankaufprogramm der Notenbank geben. Wir erwarten keine großen Veränderungen. Beide Termine dürften zu einer erhöhten Volatilität des Euro-Dollar-Wechselkurses führen. Davon profitieren insbesondere unsere Dollar-Positionen.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Die vollständigen Depots finden Sie hier: Handelsblatt-Depot, Social-Trading-Depot, Privatbank-Depot.

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