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Musterdepots Verlockende Anleihen von Sportvereinen

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man den Markt schlagen kann. Stratege Sönke Niefund sieht Anleihen von Sportvereinen dafür allerdings eher kritisch.
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Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Ulf Sommer

Der Dax schwächelt nach dem Montag auch am Dienstag weiter. Mit Thyssen-Krupp, Covestro, Siemens und Infineon verlieren vor allem die Aktien von Unternehmen, die stark von der Weltkonjunktur abhängig sind und sich mit ihrem recht bescheidenen Deutschland-Geschäft nicht allein auf den robusten Binnenmarkt verlassen können. Anleger spekulieren also weiterhin auf eine schwächere Weltwirtschaft – und auf schwächere Order aus China. Denn für Infineon und Covestro ist das einstige Boomland der wichtigste Einzelmarkt. 

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Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Im Hintergrund unseres Musterdepots läuft ein Wertsicherungsmodell. Das Ziel dieses Modells ist die Situationen zu erkennen, bei denen aus der Kapitalmarkthistorie der letzten 45 Jahre panikartige Verkäufe wie 2002 oder 2008 relativ wahrscheinlich wären. Zum 27.12. hat das Modell ein Verkaufssignal generiert. Direkt im Anschluss haben wir alle Einzelaktienpositionen um 50 Prozent reduziert. Sollte der Markt weiter fallen, wird das Musterdepot deutlich weniger als seine Benchmark verlieren. Wenn in den nächsten Wochen und Monaten eine ausgeprägte Erholung stattfindet, wird das Depot zwar bestimmte Underperformance haben, wird aber trotzdem an den steigenden Märkten partizipieren. Dabei spielt unsere diskretionäre Markteinschätzung keine Rolle, eine Reinvestition auf neutrale Aktienquote wird ebenfalls modellbasiert stattfinden.

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Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Sönke Niefünd

Der Hamburger Sportverein möchte eine neue HSV-Fananleihe begeben. Die Ausgestaltung soll sein: 17,5 Millionen Euro Gesamtvolumen, sieben Jahre Laufzeit, sechs Prozent Zinsen. Sind Fan-Anleihen von Sportvereinen für Privatanleger geeignet? Wir empfehlen – wie bei jeder Kapitalanlage – stets das Chance-Risiko-Verhältnis zu beachten und sich nicht von einer hohen Rendite in die Anlagen locken zulassen. Der dabei deutlich über dem Kapitalmarktniveau angebotene Zinssatz verdeutlicht bereits, dass bei dieser Anlage ein erhöhtes Risiko eingegangen wird. Die Fan-Anleihen sind im Vergleich zu vielen Bankkrediten für die Vereine günstiger. Besonders gehen die Vereine davon aus, dass Anleger der Fan-Anleihe diese lieber eingerahmt an der Wand haben, als zur Fälligkeit einreichen. Summa Summarum: Wer die emotionale Rendite seines Vereines im Auge hat, kann damit seinen Verein unterstützen. Wir berücksichtigen diese Art von Anleihen in unserem Portfolio nicht und empfehlen Anleger diese ebenfalls kritisch in der Geldanlage zu betrachten.

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Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Die vollständigen Depots finden Sie hier: Handelsblatt-Depot, Social-Trading-Depot, Privatbank-Depot.

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