Musterdepots „Viele Aktionäre sind (noch) nicht bereit, ihre Aktien zu verkaufen“

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man den Markt schlagen kann. Stratege Sönke Niefünd beschäftigt sich mit der Bayer-Aktie.
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Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Ulf Sommer

Die Türkeikrise droht Europas Banken, Wirtschaft und damit auch Deutschlands Exportindustrie zu erfassen. Dazu schwächen der Handelskonflikt und der Brexit die Konjunktur – abzulesen an sinkenden Frühindikatoren. Gemessen an diesen Problemen halten sich die Börsen erstaunlich gut. Deshalb aber die Krisen als solche abzutun wäre falsch. Grund für die erstaunlich robusten Börsen sind die mangelnden Anlagealternativen angesichts der mickrigen Zinsen für Tagesgeld, Staats- und Unternehmensanleihen. Viele Aktionäre sind einfach (noch) nicht bereit, ihre Aktien zu verkaufen.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Die Aktie des französischen Automobilkonzerns Peugeot Citroën (PSA) hat sich im herausfordernden Umfeld seit Anfang des Jahres sehr gut entwickelt. Gleichzeitig bleibt sie laut unseres Bewertungsmodells relativ günstig und birgt somit ein weiteres Steigerungspotenzial. Dem Autobauer ist es in den letzten drei Jahren gelungen, eine beeindruckende Turnaround-Story zu schaffen. Die nächste Herausforderung stellt die Opel-Sanierung dar. Im ersten Halbjahr konnte Opel zum ersten Mal seit vielen Jahren einen Gewinn verzeichnen. Die PSA-Aktie gehört zu unseren bisher erfolgreichsten Investments.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Sönke Niefünd

Der schwarze Freitag der türkischen Lira geht in einen schwarzen Montag für die Bayer-Aktie über – die Aktienmärkte reagieren weltweit mit schwächeren Kursen. Der Dax fällt unter die Marke von 12 400 Punkten. Vor Wochenfrist sprach charttechnisch noch vieles dafür, dass die wichtige Dax-Marke von 13 000 Punkten zeitnah erreicht werden würde. Heute sind die Investoren unsicher über die weiteren Auswirkungen der Wirtschafts- und Währungskrise in der Türkei. Zudem stellt sich die Frage, ob das Schadensersatzurteil gegen Monsanto die Blaupause für weitere ähnliche Klagen in den USA wird.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Die vollständigen Depots finden Sie hier: Handelsblatt-Depot, Social-Trading-Depot, Privatbank-Depot.

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