Musterdepots „Viele Anleger haben Aktien zu schlechten Kurse verkauft“

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man den Markt schlagen kann. Stratege Ulf Sommer begründet den Kauf der Aareal-Aktie.
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Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Ulf Sommer

Es gibt Aktien mit hohen und verlässlichen Dividenden. Die Aareal-Bank hat in den vergangenen fünf Jahren ihre Dividende immer erhöht, zuletzt auf 2,50 Euro. Diese Ausschüttung wird der Immobilienfinanzierer vermutlich auch 2019 leisten. Daraus ergibt sich auf dem aktuellen Kurs eine Rendite von 7,1 Prozent. Ich spekuliere bei diesem Wert ausdrücklich nicht auf Kursgewinne, sondern auf die Dividende von derzeit 500 Euro bei gekauften 200 Aktien. Um solch eine Rendite mit Anleihen zu erhalten, müsste ich hochriskante Ramschanleihen kaufen. Da ist mir die Aareal-Bank-Aktie lieber.

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Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Die Aktienmärkte haben sich in den vergangenen Monaten turbulent entwickelt. Die im Februar und März gestiegene Volatilität hat allerdings dazu geführt, dass viele Anleger die Aktien zu schlechten Kursen verkauft haben. Ein so kurzfristiges, prozyklisches Verhalten wirkt oft kontraproduktiv bei der Anlageklasse Aktien. Es wird viel davon gesprochen, wie wichtig es für die Performance sei, die schlechtesten Börsentage zu vermeiden, was beinahe unmöglich ist. Viel wichtiger ist es, an guten Börsentagen, die oft im direkten Anschluss nach den Korrekturen stattfinden, investiert zu sein.

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Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Sönke Niefünd

Die EZB belässt die Leitzinsen unverändert und verringert das monatliche Volumen der Nettoanleihekäufe ab Oktober. Der Gesamtmarkt tendiert darauf weiterhin seitwärts. Sehr gute Verkaufszahlen veröffentlicht BMW, insbesondere in China und bei elektrifizierten Modellen. Für den vollelektrischen BMW iX3, der ab 2020 in China produziert werden soll, gibt es eine vierstellige Anzahl an Vorbestellungen aus Norwegen. Die BMW-Aktie, die wir aufgrund ihres sehr guten ESG-Durchschnitts von 92,48 Punkten im Privatbank-Depot präferieren, steigt um über zwei Prozent auf 83,35 Euro.

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Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Die vollständigen Depots finden Sie hier: Handelsblatt-Depot, Social-Trading-Depot, Privatbank-Depot.

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