Musterdepots Warten auf die Zinsentscheide

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man den Markt schlagen kann. Stratege Sönke Niefünd erklärt, warum er mit Aktieninvestments noch auf die anstehenden Zinsentscheidungen wartet.
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Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Ulf Sommer

Nach der Bilanz zum abgelaufenen Quartal haben etliche Bankhäuser ihre Einschätzungen zu Siemens überarbeitet. Die DZ Bank hob ihren „fairen Wert“ von 141 auf 143 Euro an und beließ das Urteil auf „kaufen“. Die Ergebnisse im zweiten Geschäftsquartal seien herausragend gewesen. Besonders überzeugten die Geschäftsfelder digitale Fabrik sowie das Mobilitäts- und Energie-Management. Amerikas Citigroup ist nicht ganz so euphorisch, beließ die Einstufung auf „kaufen“ und das Kursziel bei 133 Euro. Fantasie entstehe durch die „Vision 2020+“ und erwartete Details zum Geschäftsumbau.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Die Aktien der großen Minenbetreiber haben seit Ende 2015 aufgrund der positiven Konjunkturnachrichten eine beeindruckende Rally hingelegt. Die Wertentwicklung dieser Titel war in den vergangenen Jahren aber sehr volatil. Bei unserem Investmentprozess steht jedoch nicht die Volatilität, sondern vor allem die Bewertung sehr stark im Vordergrund. Wir haben alle unsere vier Positionen aus dem Rohstoffbereich gehalten. Vor allem die Kurse des Öl- und Gaskonzerns OMV und der beiden Minenbetreiber BHP Billiton und Anglo American verzeichnen deutliche Wertsteigerungen.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Sönke Niefünd

Vor den Sitzungen der Notenbanken wurden die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland und den Euro-Raum veröffentlicht. Der Rückgang der Indizes wurde von vielen Marktteilnehmern erwartet, und deshalb blieb eine größere Kursbewegung an den Börsen aus. Zudem erwarten wir gespannt die Zinsentscheide der US-Notenbank Fed am Mittwoch und der EZB am Donnerstag. Sollte es dadurch zu größeren Kursbewegungen kommen, dann sind wir gewillt, unsere Aktienquote wieder aufzubauen. Dafür sind die Werte Cisco, Apple und Wirecard prädestiniert.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Die vollständigen Depots finden Sie hier: Handelsblatt-Depot, Social-Trading-Depot, Privatbank-Depot.

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