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Musterdepots Das Schema F

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Warum sich die Fed so schwer tut
Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Auch wenn die US-Konjunktur im zweiten Quartal 2015 wieder an Fahrt aufgenommen hat, ist es unklar, ob die konjunkturelle Lage bereits eine Zinserhöhung im September rechtfertigt. Das gestern veröffentlichte Protokoll der letzten Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank Fed zeigt, dass sich auch die Notenbanker nicht einig darüber sind, ob der September der richtige Zeitpunkt für die Zinswende ist.

Während der Aktienmarkt zunächst anstieg, dann aber wieder fiel, zeigte der Rentenmarkt dagegen deutlicher an, dass Investoren weniger als zuvor an einen Zinsschritt im September glauben. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries fiel um 10 Stellen von 2,22 Prozent auf 2,12 Prozent.

Für eine baldige Zinserhöhung in den USA sprechen der starke Anstieg des privaten Konsums, der etwa 70 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausmacht, sowie die anhaltend guten Zahlen vom Arbeitsmarkt. Gegen eine Zinserhöhung sprechen die nur moderat ansteigenden Löhne, die schwache Inflation und der starke Dollar. Hinzu kommt die anhaltende Schwäche der Schwellenländer und die fallenden Rohstoffpreise, die sich auch negativ auf die amerikanische Wirtschaft auswirken.

Allerdings könnte dieses Argument auch für den September sprechen. Denn wenn die Fed ihrer Zinswende in den Dezember oder sogar in das nächste Jahr verschiebt, wie es beispielsweise IWF und EZB fordern, könnten die Argumentationsgrundlage womöglich noch dünner sein und somit dem Wunsch der Fed in die Quere kommen, geldpolitisch wieder manövrierfähiger zu sein.

Wie schnell und stark die Zinsen nach der Zinswende steigen, dürfte vor allem von der Entwicklung am Arbeitsmarkt und der Teuerung abhängen. Grundsätzlich rechnen wir jedoch damit, dass der Leitzins nur moderat angehoben wird.

Kursniveau war übertrieben
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