Musterdepots Zeit für eine Zwischenbilanz

Nach dem ersten Monat des neuen Depotkontests wird es für unsere drei Strategen Zeit, Bilanz zu ziehen und die Taktik vielleicht zu überdenken. Daniel Hupfer erläutert, inwiefern Furcht dabei eine wichtige Rolle spielt.
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Georgios Kokologiannis Quelle: Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

(Foto: Pablo Castagnola)

Ein Monat ist vergangen seit dem Start der neuen Musterdepots. Zeit für eine Zwischenbilanz: Insgesamt bin ich sehr zufrieden. Mein Portfolio entwickelt sich plangemäß und in Übereinstimmung zu meinen beiden obersten Zielen: Ich versuche eine jährliche Rendite zwischen sechs und acht Prozent zu erwirtschaften - und zwar möglichst kontinuierlich und unabhängig davon, in welche Richtung die Kurse an den Börsen gerade ausschlagen.

Der seit Anfang Februar erreichte Ertrag entspricht einer Rendite von umgerechnet über zehn Prozent per annum - das liegt bereits leicht oberhalb der angepeilten Spanne. Seine Stärke spielt mein auf Verlustvermeidung ausgerichtetes Portfolio dann aus, wenn sich die Aktienmärkte seitwärts entwickeln oder sogar starke Verluste verzeichnen.

So ging der zwischenzeitliche kräftige Rücksetzer an den Börsen in der ersten Februarwoche praktisch spurlos an meinem Depot vorbei. Das soll selbst bei noch stärkeren Abwärtsphasen so bleiben. Dafür setze ich zur Absicherung auch weiterhin spezielle Derivate ein. Im Gegenzug verzichte ich dadurch auf größere Gewinne, wenn es zu einer längeren Rally kommt - so wie in den vergangenen Tagen.

Anleihen als Antwort auf Angst

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Nicht nur private Anleger, auch die Börsenprofis tun sich mit dem gegenwärtigen Börsenumfeld schwer. Dies führt dazu, dass viele Investoren Liquidität aufgebaut haben und sich derzeit mit Käufen zurückhalten. Immer wieder hört man das Argument, dass man erst bei Rückschlägen am Aktienmarkt kaufen will. Untersuchungen kommen aber zu dem Ergebnis, dass Anleger so gut wie nie den idealen Einstiegszeitpunkt erwischen.

Fallen die Kurse, liegt das meist an schlechten Nachrichten, die dann dazu führen, dass ursprünglich ins Auge gefasste Käufe dann doch nicht getätigt werden. Umso wichtiger ist es, sich nicht von einzelnen Neuigkeiten zu sehr beeinflussen zu lassen, sondern das fundamentale Gesamtbild im Auge zu behalten.

So lange einzelne schlechte Nachrichten nicht dazu führen, dass man ein positives Grundszenario in Frage stellen muss, sollte man sich von diesen nicht zu sehr ins Bockshorn jagen lassen. Um dem täglichen Auf und Ab des Aktienmarktes nicht zu stark ausgesetzt zu sein, haben wir unserem Depot auch Anleihen beigemischt.

Da deutsche Staatsanleihen aufgrund ihrer sehr niedrigen Rendite nicht geeignet sind, um einen realen Kapitalerhalt zu gewährleisten, investieren wir in Unternehmensanleihen und Staatsanleihen aus der europäischen Peripherie. Diese bieten höhere Zinsen und dank der sich abzeichnenden Konjunkturerholung die Chance auf zusätzliche Kursgewinne.

Mit Nordex in die Gewinnzone

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Nach einer enttäuschenden Weihnachtssaison hat sich der deutsche Einzelhandel zurückgemeldet. Im Januar konnte die Branche ihren Umsatz um 2,5 Prozent  und somit so stark wie seit sieben Jahren nicht mehr steigern. Auch vom Ifo-Institut gab es eine gute Nachricht. Die Unternehmen in Deutschland kommen so günstig an Bankkredite wie noch nie.

Dies gilt allerdings in erster Linie für große Industriebetriebe, die sich derzeit auch auf dem Kapitalmarkt sehr günstig finanzieren können. Für mittlere und kleinere Firmen ist der Zugang zu Bankenkrediten problematischer. Ganz anders ist die allgemeine Lage in Südeuropa. Dort herrscht nach wie vor eine Kreditklemme, deren Überwindung sich extrem positiv auf die wirtschaftliche Dynamik in der Europeripherie auswirken würde.  

Beim „SR wisdom capital spekulativ“-wikifolio ist es dem Manager Sebastian Reese gelungen mit Nordex einen Gewinn von rund 10 Prozent zu realisieren. Das Unternehmen hat heute vorläufige Zahlen für 2013 präsentiert, die merklich positiv ausgefallen sind. Nach deutlicher Branchenkonsolidierung hofft Nordex auf weitere Ergebnisverbesserungen, die sich auf starken Auftragseingängen basieren.

 

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