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Nachhaltige Geldanlage Blackrock versieht iShares-ETF mit grünem Ausweis

Der Fondsanbieter weist für alle gelisteten Indexprodukte in Europa den Grad der Nachhaltigkeit aus. Das soll die grünen Produkte bekannter machen.
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Blackrock steuert in Europa fünf Milliarden Dollar in 28 nachhaltigen ETFs. Quelle: Reuters
Blackrock

Blackrock steuert in Europa fünf Milliarden Dollar in 28 nachhaltigen ETFs.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Für viele Großinvestoren gehört es bereits zum Alltag zu prüfen, wie nachhaltig die Anlagen in ihren Depots sind. Von ihren Vermögensverwaltern bekommen sie eine Übersicht darüber, inwieweit ihre Anlagen Umwelt- und Sozialstandards genügen, bekannt unter dem Kürzel ESG, für Environmental, Social Governance.

Dies auch, weil sich immer mehr Großinvestoren diese Ziele auf die Fahnen schreiben. Nun weist das weltgrößte Fondshaus Blackrock den ESG-Grad ihrer börsengehandelten Indexfonds ETF in Europa für alle Anleger online aus. Damit will der Vermögensverwalter nachhaltige Geldanlage bekannter machen.

„Europa bildet die Speerspitze der Bewegung hin zu nachhaltiger Geldanlage“, erklärte Philipp Hildebrand, Vice Chairman bei Blackrock, auf einer Pressekonferenz. In der gesamten Region herrsche die Überzeugung, dass nachhaltiges Investieren die Zukunft sei. Mit der neuen Übersicht über den ESG-Gehalt ihrer rund 300 ETF der Marke iShares am europäischen Markt mit Vermögen von insgesamt 375 Milliarden US-Dollar will Blackrock das Bewusstsein der Anleger für nachhaltiges Investieren schärfen.

Dafür bewertet der Indexanbieter MSCI die Emittenten der Aktien und Anleihen in den iShares-ETF nach 37 Kriterien und vergibt einen Score zwischen null und zehn. Darin enthalten ist etwa, zu welchem Anteil in einem ETF Waffen- oder Tabakhersteller enthalten sind.

Zudem weist MSCI einen sogenannten Carbon-Fußabdruck aus, zeigt also, wie viele Tonnen Kohlendioxid für eine Million Dollar Umsatz der Firmen in dem ETF produziert wurden. Nach eigener Aussage bietet Blackrock als erster ETF-Anbieter eine solche Übersicht an.

Blackrock rechnet mit einem enormen Wachstum des nachhaltigen Investierens in Europa in den nächsten Jahren, auch weil viele Großinvestoren ihre Portfolios nach ESG-Kriterien ausrichten wollen. Eine Umfrage des britischen Analysehauses Greenwich Associates unter 127 institutionellen Investoren ergab, dass rund die Hälfte von ihnen binnen fünf Jahren den Großteil ihres Geldes nachhaltig managen will. Ein gewichtiger Teil von ihnen plant, dafür vor allem ETF einzusetzen.

Hildebrand rechnet zudem mit einem Schub für nachhaltiges Investieren von der künftigen Erbengeneration, auf die in den nächsten zehn Jahren weltweit ein Vermögen von rund 20 Billionen Dollar übergehen werde. Günstige Gebühren und das bequeme Investieren dürften ETF begünstigen, meint er.

Blackrock erwartet daher, dass sich der Markt in Europa für ETF, die ESG-Kriterien berücksichtigen, von heute zwölf Milliarden Dollar bis 2028 verzwanzigfacht auf 250 Milliarden Dollar (siehe Grafik). Blackrock steuert in Europa fünf Milliarden Dollar in 28 nachhaltigen ETF auf Aktien und Anleihen mit unterschiedlichen ESG-Ansätzen.

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