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Nachhaltigkeit Großinvestoren rund um den Globus fordern Verantwortung

Umweltkatastrophen suchen die Welt immer öfter heim. Rückversicherer stehen vor immer größeren Herausforderungen. Mit nachhaltigem Wirtschaften könnten man den Risiken Einhalt gebieten.
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Feierliches Foto zur PRI-Gründung. Quelle: KFW

Feierliches Foto zur PRI-Gründung.

(Foto: KFW)

BerlinHochwässer, Hurrikane und Dürren machen Menschen und Unternehmen rund um den Globus zu schaffen. Die Münchener Rück, die die Folgen des Klimawandels seit Jahrzehnten erforscht, war früh überzeugt, dass Klimarisiken und andere große Umwelt-, Sozial- und Governance-Risiken bei der Kapitalanlage beachtet werden müssen. Sie stand als einziges deutsches Institut an der Wiege der UN-Prinzipien für Verantwortliches Investieren (UN PRI). Der einstige UN-Generalsekretär Kofi Annan hat sie angestoßen, knapp sechs Dutzend Akteure haben sie 2006 an der New Yorker Börse ins Leben gerufen, um den Mainstream der Finanzwelt dafür zu gewinnen.

Inzwischen haben sich weltweit mehr als 1200 Unterzeichner angeschlossen mit addiert sage und schreibe 34 Billionen Dollar verwaltetem Vermögen – das sind 15 Prozent des global investierten Kapitals. Morgen trifft sich bei der KfW Bankengruppe in Frankfurt das deutsche Netzwerk: Kapitaleigner wie Banken, Pensionsfonds, Stiftungen und Versicherer; Vermögensverwalter und Fondsgesellschaften; Berater und Finanzdienstleister.

Deutsche Anleger sind in dieser weltumspannenden Gruppe Nachzügler: Bisher sind nur 36 Kapitaleigner und Vermögensverwalter mit von der Partie, sie bewegen 2,7 Billionen Dollar. Dem 2011 entstandenen Netzwerk gehören heute – Dienstleister eingerechnet - 46 Mitglieder an, große wie Allianz, Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und Deka Investment sowie kleine und mittlere, wie Finance in Motion oder Metzler AM.

Sie wollen sechs PRI-Prinzipien einhalten (s. Kasten) und haben sich verpflichtet, Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte (kurz ESG) in Titelanalysen und Portfoliomanagement zu integrieren. Morgen erfahren sie von einer Arbeitsgruppe, wie wichtig das beim Kauf von Staats- und Unternehmensanleihen ist. „ESG-Faktoren sind für die Bewertung von Kreditrisiken sehr relevant und werden gegenwärtig nicht genügend betrachtet“, sagt Florian Sommer, Senior Stratege bei Union Investment. „Wir PRI-Investoren haben darum die Kreditratingagenturen aufgefordert, ESG-Analysen systematischer zu nutzen.“ Denn wenn ein Kreditnehmer ESG-Aspekte ignoriert, ist die Gefahr höher, dass er ausfällt. So geschehen bei griechischen Staatsanleihen. Investoren und Fonds, die wie die Sparda Bank München (siehe Interview) Griechenland nicht nur unter ökonomischen, sondern auch unter Nachhaltigkeitsaspekten beurteilen, waren nicht investiert und haben nicht gelitten.

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