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Nachhaltigkeit Staatsbank KfW will mehr „grüne Anleihen“ ausgeben

Die Nachfrage nach Anleihen, die besonderen Kriterien in punkto Nachhaltigkeit und Umweltschutz genügen müssen, ist groß. Die KfW ist darauf eingestellt.
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Bislang nutzt die KfW grüne Anleihen hauptsächlich, um Kredite für Solar- und Windparks zu refinanzieren. Quelle: Paul Langrock/Zenit/laif
Windkraftanlage

Bislang nutzt die KfW grüne Anleihen hauptsächlich, um Kredite für Solar- und Windparks zu refinanzieren.

(Foto: Paul Langrock/Zenit/laif)

FrankfurtDie staatliche KfW-Bank will 2019 deutlich mehr grüne Anleihen ausgeben. Im laufenden Jahr möchte das Geldhaus Green Bonds mit einem Volumen von sechs Milliarden Euro platzieren. Das wäre eine deutliche Steigerung gegenüber dem abgelaufenen Jahr: 2018 hatte die KfW nur 1,8 Milliarden Euro grüne Anleihen ausgegeben. Frank Czichowski, der für die Refinanzierung der KfW Bankengruppe zuständige Manager, sagte am Montag: „Wir beobachten, dass die Nachfrage nach Green Bonds das Angebot stark übersteigt.“

Bislang nutzt die KfW grüne Anleihen hauptsächlich, um Kredite für Solar- und Windparks zu refinanzieren. Künftig will die Förderbank mit dem über Green Bonds eingesammelten Geld auch Kredite für energieeffiziente Neubauten ausgeben. Dafür nimmt die KfW auch in Kauf, dass das nachhaltige Papier der Bank in der Hierarchie grüner Anleihen etwas abrutscht.

Der Titel erhält künftig nur noch das zweitbeste Nachhaltigkeitsrating des Dienstleisters Cicero, da in der Bauwirtschaft der Einsatz fossiler Energieträger noch nicht ausgeschlossen werden kann. Dennoch leiste das Programm für energieeffizientes Bauen einen „messbaren Beitrag zum Klimaschutz“, sagte Czichowski.

Zudem plant die Bank, das Volumen einzelner Green-Bond-Emissionen deutlich zu steigern. Ziel sei es, 2019 eine einzelne grüne Anleihe mit einem Volumen von drei Milliarden Euro zu platzieren. Dadurch steige die Liquidität der Papiere, so Czichowski. Sie sind damit leichter handelbar und für Investoren attraktiver.

Ein Problem aus Sicht vieler Investoren: Der Markt für grüne Anleihen wächst, ist jedoch noch immer eine Nische. Der KfW zufolge wurden 2018 weltweit grüne Anleihen mit einem Volumen von rund 110 Milliarden Euro ausgegeben. Das entspricht rund 0,5 Prozent des Neuemissionsvolumens am globalen Anleihemarkt.

Immerhin: Die Zahl der Emittenten wächst. So wurde vergangene Woche bekannt, dass auch der deutsche Staat die Einführung einer grünen Bundesanleihe ab 2020 prüft. Am Montag kündigte die Direktbank DKB zudem an, einen sogenannten Social Bond für Privatkunden aufzulegen.

Mit dem Pfandbrief sollen Darlehen etwa für die Bereiche soziales Wohnen und öffentliche Versorgung in Deutschland finanziert werden. Das Papier wirft 0,7 Prozent Zinsen ab und hat eine Laufzeit von zehn Jahren. Anleger müssen mindestens 1000 Euro investieren.

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