Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Privatbank-Musterdepot Selbst die kleinste Rendite zählt

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man den Markt schlagen kann. Stratege Torsten Johannsen spricht über die Japanisierung Europas.
1 Kommentar

Das Privatbank-Depot: Torsten Johannsen, Otto M. Schröder Bank

Torsten Johannsen

Die Beschlüsse der EZB haben uns nicht überrascht, schon lange gehen wir von einer Japanisierung Europas aus, in der die Notenbank für lange Zeit Staats- und Unternehmensanleihen, sowie gegebenenfalls auch Aktien-ETFs kauft.

Die hochverschuldeten Staaten freuen sich und auch Deutschland profitiert von den Minuszinsen im Staatshaushalt. Wer als Anleger noch Geld verdienen möchte, muss Risiken eingehen – auf der Zinsseite Bonitäts- und Währungsrisiken, auf der Aktienseite Kursschwankungen.

An internationalen Aktien führt kein Weg vorbei, ungeachtet der konjunkturellen Schwierigkeiten sehen wir die Perspektive einer „Katastrophenrally“ als gegeben an. Auch bei mageren Immobilienrenditen und rückläufigen Unternehmensgewinnen werden Sachwerte gekauft, wozu ebenfalls Gold gehört. Jedes Zehntelprozent Rendite zählt angesichts drohender Minuszinsen auf den Konten.

Grafik

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Die vollständigen Depots finden Sie hier: Handelsblatt-Depot, Social-Trading-Depot, Privatbank-Depot.

Startseite

Mehr zu: Privatbank-Musterdepot - Selbst die kleinste Rendite zählt

1 Kommentar zu "Privatbank-Musterdepot: Selbst die kleinste Rendite zählt"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Sehr geehrter Herr Johannsen,

    zu einem realistischen Bild der Märkte von Vermögeensanlagen gehört nicht nur die Abschaffung der Zinsen durch die Zentralbanken. Dazu gehört auch ein Blick auf die Preise der verschiedenen Vermögensanlagen. Sie wissen doch, das berühmte KGV. Es ist auf den Zinsmärkten in himmlische Höhen entschwunden, bewegt sich aber auch auf vielen Immobilien- und anderen Vermögensmärkten in außerordentlichen Höhen. "Preisblsen soweit die Augen reichen" meinten deshakb die Vermögensverwalter der Superreichen, die vom Handelsblatt vor einigen Monaten interviewt wurden.

    Damit stellt sich natürlich sofort die Frage, sind die vielen Preisblasen nicht auch gefährlich? Sie können selbsverständlich jederzeit platzen. Vielleicht schauen Sie sich einmal Ihr japanisches Beispiel näher an. Dort war auf dem Aktienmarkt eine riesige Blase entstanden. Als sie dann platzte, ging der Nikkei von Ende 1989 bis Ende 2002 un fast 80 % in die Knie. Er hat seine Riesenverluste seither nur etwa zur Hälfte wieder wett gemacht.

    Vielleicht ist das japanische Beispiel besonders lehrreich. Es zeigt einerseits, dass Aktienkurse nicht nur schwanken, sondern auch in einen tiefen Keller fallen können. Es zeigt andererseits, dass eine Flucht in "Sachwerte" vor einem Sturz in den tiefen Keller überhaupt nicht schützen.

    Deshalb dürfen Sie auch nicht ausblenden, das das Öffnen der Geldschleusen durch die Zentralbanken weltweit zu einem starken Anstieg der Verschuldung geführt hat. Ob Staaten, Firmen oder private Haushalte, das Gegenstück zu den Vermögenspreise sind aufgeblasene Schulden.

    Aus all dem Gesagten geht unschwer hervor: Die Augen vor all diesen Risiken zu verschliessen, ist mir zu gefährlich. Dieser Rat steht auch im Widerspruch zu der Feststellung, dass sich bei vielen Anlagen nur noch Mini.Erträge herausquetschen lassen. Lieber würde ich deshalb im Rahmen der asset allocation einige Vermögenswerte in einen crash-Schutz umschichten. Dazu braucht man cash.

Serviceangebote