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Robert Shiller Nobelpreisträger rät zu griechischen Aktien

Die griechischen Finanzmärkte haben heftig auf den Wahlsieg von Alexis Tsipras reagiert. Nobelpreisträger Robert Shiller sieht das als Chance – Aktien aus Griechenland sind für ihn ein „spektakuläres Investment“.
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Robert Shiller: Große Chancen für griechische Aktien. Quelle: ap

Robert Shiller: Große Chancen für griechische Aktien.

(Foto: ap)

London Nach dem spektakulären Wahlsieg von Alexis Tsipras in Griechenland hat die Athener Börse heftige Verluste hinnehmen müssen - laut Wirtschaftsnobelpreisträger Robert Shiller eine Überreaktion.

„Derzeit in Griechenland Geld zu investieren, das mag sich vielleicht zunächst nicht gut anfühlen“, sagte der Ökonom der US-Universität Yale am Dienstag auf einer Veranstaltung von Barclays in London. Die Kurse griechischer Aktien seien aber „niedriger als alles, was ich in den USA jemals gesehen habe. Das spricht für ein spektakuläres Investment“, so Shiller.

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Die Lage in Griechenland mag gerade für Anleger schwierig sein, wie Shiller sagte. Bei der aktuellen Bewertung griechischer Unternehmen an der Börse bleibe aber deren Gewinnpotenzial unberücksichtigt. Shiller erhielt 2013 den Nobelpreis für Wirtschaft für seine Modelle zu den Schwankungen von Aktienkursen und anderen Vermögenspreisen.

Seit der Wahl von Alexis Tsipras zum neuen Ministerpräsidenten am Montag befindet sich der griechische Finanzmarkt in Turbulenzen. Aktienkurse und Anleihen fallen; darin drückt sich die Sorge um einen folgenschweren Konfrontationskurs der linksgerichteten Regierungspartei Syriza gegenüber den internationalen Gläubigern aus. Tsipras will das Land ausdrücklich in der Eurozone halten, aber die Bedingungen für die griechische Schuldenlast neu aushandeln. Der Athener Aktienindex ASE ist allerdings schon in den letzten sechs Monaten um etwa 39 Prozent eingebrochen.

Es sei bedeutsam, sich vom „Zeitgeist“ zu trennen, und mechanisch auf Investments zu setzen, die normalerweise nicht richtig wirken, sagte Shiller, der nach diesem Modell auch ausdrücklich Investments in Aktien aus Russland, Italien und Portugal empfahl.

  • Bloomberg
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