Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Robo-Advisor Wenn der Chef bei der Vermögensverwaltung hilft

Arbeitgeber versuchen nicht nur durch gute Gehälter attraktiv zu bleiben – sondern auch mit anderen Extraleistungen. Einige bieten etwa Unterstützung bei der Geldanlage.
Kommentieren
Die Kooperation mit Mercer könnte Ginmons Wachstum ankurbeln. Quelle: Westend61/Getty Images
Robo-Advisor

Die Kooperation mit Mercer könnte Ginmons Wachstum ankurbeln.

(Foto: Westend61/Getty Images)

Frankfurt Ob Home Office, flexible Arbeitszeiten oder ein Zuschuss bei der Mitgliedschaft im Fitnessstudio: Arbeitgeber bieten ihren Mitarbeitern neben dem Gehalt oft weitere Anreize. Und auch bei der Geldanlage können Arbeitnehmer von der Unterstützung des Unternehmens profitieren.

So können diese ihren Mitarbeitern beispielsweise den Zugang zu einer digitalen Vermögensverwaltung, einem sogenannten Robo-Advisor, anbieten und ihnen dabei finanzielle Vorteile verschaffen.

Auch das Beratungshaus Mercer bietet Firmen an, dass ihre Mitarbeiter über eine Plattform Geld bei einem Robo-Advisor managen lassen.

Mercer hat Anlage- und Risikomodelle sowie Prozesse verschiedener digitaler Geldmanager geprüft und sich für die „unabhängige und flexible“ Anlagelösung des digitalen Vermögensverwalters Ginmon entschieden, wie Eva Lawless, Expertin für Mitarbeiterbindungsprogramme bei Mercer, sagt.

Das Beratungshaus sieht in der Kooperation „generell großes Potenzial in den Themen Digitalisierung und Individualisierung von Benefits sowie finanzielles Wohlergehen von Mitarbeitern“. Mit Blick auf Mitarbeitergewinnung und -bindung spielten flexible, möglichst individuelle Vorteile, Benefits genannt, eine immer größere Rolle.

Für Ginmon-Geschäftsführer Lars Reiner ist es die erste Partnerschaft dieser Art. Ein Vertragsabschluss sei für Arbeitnehmer über das Portal von Mercer via Schnittstelle zu Ginmon einfach möglich. Auch könnten diese ihr Depot direkt über das Portal einsehen.

Arbeitgeber könnten über das Portal entweder Servicegebühren für ihre Mitarbeiter übernehmen oder einen individuellen Betrag auf das Ginmon-Konto einzahlen.

Ähnliche Kooperationen gibt es in der Branche beispielsweise beim führenden Robo-Advisor Scalable Capital. Dieser arbeitet mit der Direktbank ING zusammen. Mehr als die Hälfte seiner gut1,8 Milliarden Euro Kundengelder kamen über die ING. Zum Vergleich: Ginmon managt Schätzungen zufolge rund 100 Millionen Euro Kapital.

Scalable arbeitet zudem seit knapp drei Jahren mit Siemens zusammen. Überseine Tochter Siemens Private Finance können Siemens-Mitarbeiter Kapital ab 5.000 Euro bei Scalable managen lassen. Andere Kunden müssen mindestens 10.000 Euro mitbringen. Siemens-Mitarbeiter zahlen im ersten halben Jahr keine Verwaltungsgebühr.

Gerade für Robo-Advisor, die häufig darum kämpften, Vermögen anzuwerben und ihre Geschäftsmodelle profitabel zumachen, ergäben solche Kooperationen Sinn, sagt Matthias Hübner, Partner bei der Unternehmensberatung Oliver Wyman, einem Schwesterunternehmen von Mercer. Wie das Beispiel Scalable zeige, könnten größere Kundengruppen erschlossen werden, wenn diese dort Vorteile bekämen, meint der Berater.

Andere Finanz-Start-ups kooperieren bei Benefits beispielsweise mit der Berliner Firma Incent. Auch sie bietet Unternehmen eine Plattform, über die sie ihren Mitarbeitern finanzielle Vorteile zukommen lassen können. Dort findet sich zum Beispiel Moneyfarm, an dem der Versicherer Allianz beteiligt ist.

Mehr: Finanz-Start-ups – Die Revolution der Finanzbranche bekommt neuen Schwung.

Der Handelsblatt Expertencall
Startseite

Mehr zu: Robo-Advisor - Wenn der Chef bei der Vermögensverwaltung hilft

0 Kommentare zu "Robo-Advisor: Wenn der Chef bei der Vermögensverwaltung hilft"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.