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Schwacher Leitindex Warum die Bullen den Dax trotzdem kaufen

Unter allen Leitindizes von Industrienationen entwickelte sich der Dax im abgelaufenen Quartal am schwächsten. Investoren finden das nicht schlimm. Sie glauben, dass die Rally weitergeht. Und kaufen deutsche Aktien.
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Die Erholung des Euro und ein Ausverkauf bei deutschen Staatsanleihen drückten deutsche Aktien auf ein Vier-Monats-Tief. Kein Grund für die Bullen, skeptisch zu werden. Quelle: IMAGO
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Die Erholung des Euro und ein Ausverkauf bei deutschen Staatsanleihen drückten deutsche Aktien auf ein Vier-Monats-Tief. Kein Grund für die Bullen, skeptisch zu werden.

(Foto: IMAGO)

Frankfurt Was haben die Bullen zum Beginn des Jahres gejubelt. Der Dax erklomm in nur einem Monat gleich zwei historische Meilensteine: die 11.000- und die 12.000-Punkte-Marke. Der schwache Euro und die lockere Hand vom EZB-Chef „Super-Mario” Draghi trieben den Index auf ein Rekordhoch von 12.391 Punkten.

Im zweiten Quartal des Jahres kam die Ernüchterung. Die Erholung der Währung, ein Ausverkauf bei deutschen Staatsanleihen und die festgefahrenen Griechenland-Verhandlungen drückten deutsche Aktien auf ein Vier-Monats-Tief. Somit hatte der Dax unter allen Indizes der Industrienationen die schlechteste Performance, ergeben die Daten der Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg.

Viele Investoren kaufen dennoch weiter fleißig deutsche Aktien. Sie spekulieren auf ein Wiederanspringen der deutschen Aktienrally. Sie verweisen auf Prognosen für ein Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent für dieses Jahr und auf den Euro, der trotz der jüngsten Gewinne seit Jahresbeginn immer noch acht Prozent gegenüber dem Dollar im Minus liegt.

Jean-Paul Jeckelmann, Investmentchef bei Banque Bonhote im schweizerischen Neuchatel, kaufte Aktien von Volkswagen und Adidas, als der Dax 8,5 Prozent absackte. Er setzt darauf, dass Konsumwerte am stärksten von einem Konjunkturaufschwung profitieren werden.

Und er ist nicht der einzige. So haben in den vergangenen zwei Monaten Investoren, die die Schwäche zum Kaufen nutzen, mehr als 1,3 Milliarden Dollar in einen börsengehandelten Fonds investiert, der deutsche Aktien verfolgt. „Es geht um den Unterschied zwischen ernsthaften Investoren und dem spekulativen 'heißen' Geld”, sagt Jeckelmann. „In den ETFs steckt viel institutionelles Geld, und sie kaufen den Markt immer noch, auch wenn er sich ein bisschen konsolidiert hat.”

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1 Kommentar zu "Schwacher Leitindex: Warum die Bullen den Dax trotzdem kaufen"

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  • Warum die Bullen den Dax trotzdem kaufen"
    Der Mogel-Dax ist nicht käuflich.

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