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Soros und Icahn Starinvestoren rüsten sich gegen Börsen-Crash

Hat die mehr als siebenjährige Hausse ihren Höhepunkt überschritten? Wall-Street-Legenden George Soros und Carl Icahn wetten jedenfalls schon gegen den US-Aktienmarkt. Profitieren können auch Privatanleger.
10 Kommentare
Der Anlagefonds des Multimilliardärs wappnet sich am Terminmarkt gegen einbrechende Börsenkurse. Quelle: Reuters
Investmentlegende George Soros

Der Anlagefonds des Multimilliardärs wappnet sich am Terminmarkt gegen einbrechende Börsenkurse.

(Foto: Reuters)

New York/FrankfurtEs ist ein Warnsignal für Anleger: Starinvestoren verlieren offenbar das Vertrauen in eine Fortsetzung der inzwischen mehr als siebenjährigen Hausse an der Wall Street - und wappnen sich zunehmend gegen fallende Aktienkurse.

So hat der prominente Multimilliardär George Soros im ersten Quartal die Investments seiner Anlagefirma in US-Aktien um mehr als ein Drittel verringert und gleichzeitig seine Spekulationen auf einen Einbruch des Leitindexes S&P 500 deutlich ausgebaut. Das geht aus einer aktuellen Pflichtmitteilung an die US-Aufsichtsbehörde „Securities and Exchange Commission“ (SEC) hervor.

Demnach hat Soros‘ Hedgefonds im ersten Jahresquartal seinen Bestand an sogenannten „Put-Optionen“, die sich auf den Indexfonds SPDR S&P 500 beziehen, auf 2,1 Millionen Stück mehr als verdoppelt. Solche Terminmarktkontrakte ermöglichen es Investoren, an fallenden Börsenkursen Geld zu verdienen. Im vierten Quartal 2015 besaß der Fonds erst eine Millionen solcher Put-Anteile.

Apple und andere Stars in Warren Buffetts Portfolio

APPLE INC. REGISTERED SHARES O.N.

WKN
ISIN
US0378331005
Börse
Xetra

+4,84 +2,80%
0,00€
Chart von APPLE INC. REGISTERED SHARES O.N.
Apple
1 von 44

Neu im Depot

Der US-Großinvestor Carl Icahn war zuletzt beim iPhone-Hersteller ausgestiegen - nicht so Warren Buffett. Sein Konglomerat Berkshire Hathaway sicherte sich im ersten Quartal 2016 fast zehn Millionen Apple-Aktien. Gesamtwert: etwa eine Milliarde Dollar.

Buffetts Anteile: 9,8 Millionen Stück
Veränderung im ersten Quartal 2016: plus 100 Prozent

Quelle aller Angaben: 13-F-Pflichtveröffentlichungen bei der US-Börsenaufsicht SEC für das erste Quartal 2016 (nur US-Aktien). Stand 16. Mai 2016.

PROCTER & GAMBLE CO., THE REGISTERED SHARES O.N.

WKN
ISIN
US7427181091
Börse
FSE

-0,64 -0,65%
+98,21€
Chart von PROCTER & GAMBLE CO., THE REGISTERED SHARES O.N.
Procter & Gamble
2 von 44

Aus dem Depot geflogen

Konsumgüter sind eigentlich ein Faible von Warren Buffett. An dem US-Branchenriesen Procter & Gamble (mit Marken wie Ariel) hielt der Investor jahrelang mehrere zehn Millionen Aktien. Doch im ersten Quartal 2016 war Schluss damit. Papiere im Wert von mehr als vier Milliarden Dollar gab Buffett ab, bis auf ein paar Restaktien.

Buffetts Anteile: 3154 Stück
Veränderung im ersten Quartal 2016: minus 99 Prozent

AT & T INC. REGISTERED SHARES DL 1

WKN
ISIN
US00206R1023
Börse
FSE

+0,35 +1,23%
+28,93€
Chart von AT & T INC. REGISTERED SHARES DL 1
AT&T
3 von 44

Aus dem Depot geflogen

Im dritten Quartal war Warren Buffett noch neu beim Mobilfunkkonzern AT&T eingestiegen - und zwar direkt in großem Stile. Die fast 60 Millionen Aktien waren etwa 1,75 Milliarden Euro wert. Im vierten Quartal reduzierte er seine Beteiligung wieder deutlich, jetzt ist die Aktie zum Jahresauftakt 2016 komplett aus dem Depot geflogen.

Buffetts Anteile: 0 Stück
Veränderung im ersten Quartal 2016: minus 100 Prozent

AMERICAN EXPRESS CO. REGISTERED SHARES DL -,20

WKN
ISIN
US0258161092
Börse
Xetra

+2,60 +2,40%
0,00€
Chart von AMERICAN EXPRESS CO. REGISTERED SHARES DL -,20
American Express
4 von 44

Die vier wichtigsten Titel (1/4)

Fast 60 Prozent des Aktienwerts in Warren Buffetts Portfolio geht auf vier Einzeltitel zurück. Dazu zählt der Kreditkartenanbieter American Express. An der Beteiligung hat sich auch im vierten Quartal nichts geändert.

Buffetts Anteile: mehr als 151 Millionen Stück
Veränderung im ersten Quartal 2016: unverändert

COCA-COLA CO., THE REGISTERED SHARES DL -,25

WKN
ISIN
US1912161007
Börse
FSE

+0,03 +0,07%
+45,28€
Chart von COCA-COLA CO., THE REGISTERED SHARES DL -,25
Coca Cola
5 von 44

Die vier wichtigsten Titel (2/4)

Der bekennende Limonaden-Trinker Buffett hält im ersten Quartal 2016 nicht an allen seinen Coca-Cola-Aktien fest. Der bekennende Cherry-Coke-Fan verkauft fast 1,8 Millionen Anteilscheine. Dennoch gehören ihm fast zehn Prozent der gesamten Anteile an dem Konzern.

Buffetts Anteile: 398,2 Millionen Stück
Veränderung im ersten Quartal 2016: minus 0,4 Prozent

INTL BUSINESS MACHINES CORP. REGISTERED SHARES DL -,20

WKN
ISIN
US4592001014
Börse
FSE

+1,70 +1,41%
+121,58€
Chart von INTL BUSINESS MACHINES CORP. REGISTERED SHARES DL -,20
IBM
6 von 44

Die vier wichtigsten Titel (3/4)

Software-Hersteller IBM gilt als dritter Liebling im Buffett-Portfolio. Im ersten Quartal 2016 baut er die Beteiligung leicht aus, nachdem er sie zuletzt im ersten Quartal vergangenen Jahres um drei Prozent aufgestockt hatte. Buffett hält insgesamt acht Prozent der Unternehmensanteile.

Buffetts Anteile: 79,54 Millionen
Veränderung im ersten Quartal 2016: +0,2 Prozent

WELLS FARGO & CO. REGISTERED SHARES DL 1,666

WKN
ISIN
US9497461015
Börse
Xetra

+0,41 +1,00%
0,00€
Chart von WELLS FARGO & CO. REGISTERED SHARES DL 1,666
Wells Fargo
7 von 44

Die vier wichtigsten Titel (4/4)

Der US-Finanzdienstleister bleibt ein Favorit des „Orakels von Omaha“. Im ersten Quartal vergangenen Jahres hatte Buffett sein Anteile an Wells Fargo zuletzt leicht aufgestockt, genau so tut er es 2016. Er hält etwa 24 Prozent des Konzerns.

Buffetts Anteile: 478,88 Millionen Stück
Veränderung im ersten Quartal 2016: plus 1,9 Prozent

Parallel dazu ist der Wert der öffentlich bekanntgegebenen Aktien-Beteiligungen von Soros' Fonds Management der jüngsten Pflichtmitteilung zufolge um 37 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar (3,1 Milliarden Euro) zurückgegangen.

Investorenlegende und Ex-Hedgefonds-Manager Soros, der mit Börsenspekulationen ein Vermögen von 24 Milliarden Dollar aufbaute, hat vor fünf Jahren externen Anteileignern ihr Geld zurückgezahlt und nutzt seine Firma inzwischen nur noch zur Verwaltung seines eigenen Kapitals. Ein Soros-Sprecher lehnte zwar laut Angaben des Wirtschaftsdienstes Bloomberg einen Kommentar zum Strategieschwenk des Fonds ab.

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10 Kommentare zu "Soros und Icahn: Starinvestoren rüsten sich gegen Börsen-Crash"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wird jetzt versucht, den Crash herbeizureden? So wie versucht wurde, letztes Jahr die Anleger bei einem DAX-Stand von über 12.000 in die Aktien zu schieben? So wie man mal wieder eine Gold- und Silberrally vorhersehen wollte?

    Sorry, aber das Handelsblatt ist mittlerweile zum Kontraindikator verkommen. Solange keine präzisen Begründungen geliefert werden, sind solche Aussagen nutzlos. Anhand von Indikatoren wie Advanced-Decline-Kurve, Fear&Greed-Index, VIX,VVIX, Put/Call-Ration, Volatilitäten von Gold und Öl, den Charts der 7 Segmente des S&P 500 kann von einem Crash keine Rede sein.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • "Wall-Street-Legenden George Soros und Carl Icahn wetten (...)"

    Ich wette nicht. Ich investiere.

  • Erst dann, wenn Starinvestor Ralph S. vor einem Crash warnt, gehe ich short. Soros hat sich einfach schon zu oft geirrt, beispielsweise bei Daimler.

  • Ich denke der Herr ist einer von Frau Merkels übergeordneten Freunden.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Keiner von denen richtet auch nur einen Bruchteil des Schadens unserer gewählten Schadenskanzlerin an, im Gegenteil, sie sind sogar ein wichtiges Marktkorrektiv

  • >> 2015 hat er 1,7 Milliarden US-Dollar verdient. >>

    Die größte LACHNUMMER aller Zeiten !


    VERDIENT..........................................................................................................?????????


    ABGESAHNT, ABGEZOCKT heisst es für diese Gauner !

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • >> Starinvestoren rüsten sich gegen Börsen-Crash >>

    So so, im HBO nennt man die SPEKULANTEN Starinvestoren ?

    Nicht zu fassen, wie verkommen diese Welt geworden ist.

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