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Star-Investor Buffetts „Feuerwehrfrau“ geht eigene Wege

Seit zehn Jahren ist Tracy Britt Cool Buffetts Frau für schwere Fälle. Nun gründet die 35-Jährige eine Art „Mini-Berkshire“.
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Derzeit führt Tracy Britt Cool (M.) noch die Berkshire-Tochter „The Pampered Chef“, einen Anbieter von Kochausrüstung. Quelle: Bloomberg
Tracy Britt Cool

Derzeit führt Tracy Britt Cool (M.) noch die Berkshire-Tochter „The Pampered Chef“, einen Anbieter von Kochausrüstung.

(Foto: Bloomberg)

New York Tracy Britt Cool wusste früh, wie man Warren Buffett beeindruckt. Als die Studentin der Harvard Business School 2009 mit einer Gruppe von Kommilitoninnen nach Omaha reiste, um den Star-Investor zu treffen, brachte sie Maiskolben mit und Tomaten von dem Bauernhof ihrer Eltern aus Kansas. Der Chef des Konglomerats Berkshire Hathaway ist für seine Bodenständigkeit bekannt und schätzt kleine, persönliche Aufmerksamkeiten.

Wenig später machte Cool ein Praktikum bei Berkshire und stieg schließlich als Buffetts Assistentin für Finanzfragen bei dem Star-Investor ein, einen Posten, den er eigens für die damals 25-Jährige geschaffen hatte. Cool beeindruckte schnell mit ihrer patenten Art und ihrer Fähigkeit Probleme zu lösen. „Sie war meine Feuerwehrfrau“, lobte Buffett im „Wall Street Journal“, und bekam immer wichtigere Aufgaben.

Nun jedoch trennt sich die Managerin von ihrem Mentor und macht sich selbständig. Sie will eine Art Mini-Berkshire aufbauen und ganz nach Buffetts Vorbild langfristig in Unternehmen investieren. Die werden jedoch deutlich kleiner sein als die Ziele, die der 89-jährige Star-Investor anvisiert.

Buffett hat Berkshire in den vergangenen 54 Jahren zu einem der größten börsennotierten Unternehmen Amerikas gemacht mit einem Marktwert von zuletzt rund 520 Milliarden Dollar. Zu dem Konzern aus Omaha im US-Bundesstaat Nebraska zählen unter anderem eine Energie- und eine Industriesparte, ein Versicherungsgeschäft, Aktienbeteiligungen, aber auch rund 80 kleine und mittelständische Unternehmen.

Buffett hat 122 Milliarden Dollar an Barmittel für Übernahmen zur Verfügung, findet jedoch seit Jahren kein Unternehmen, das groß genug wäre, um sich wirklich in der Bilanz bemerkbar zu machen. Hier sieht Cool, heute 35, ihre Chance. Sie will sich auf all die Unternehmen konzentrieren, die für Berkshire zu klein sind, sagte sie der Zeitung.

Derzeit führt sie noch die Berkshire-Tochter „The Pampered Chef“, einem Anbieter von Kochausrüstung. Den Posten werde sie bis Ende März niederlegen, zudem wird sie auch ihren Posten im Verwaltungsrat von Kraft Heinz niederlegen, hieß es. An dem Nahrungsmittelhersteller ist Berkshire mit rund 27 Prozent beteiligt.

Mehr: Die Partnerschaft mit 3G sollte für Berkshire Hathaway ein profitabler Umweg zu neuen Deals sein. Doch die Strategie wird wohl vorerst nicht aufgehen.

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