Starinvestor Angst um kranken Warren Buffett

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Buffets Rolle für Aktionäre schwer einzuschätzen

Auch in Buffetts Liebslingssteakhaus, Gorat’s, in das der Starinvestor mehrfach im Monat einkehrt, spricht man nur Gutes über dessen Zustand. „Ich kenne ihn sei 37 Jahren“, sagt Manager Steve Branecki. „Er kommt wie immer mit ein paar Freunden, setzt sich ruhig in die Ecke und isst sein Steak“, so der Schwiegersohn von Restaurantgründer Paul Gorat, der mit Buffett zur Schule ging. „Auf mich wirkt er wie immer“, meint Branecki. Gorat’s ist jedes Jahr am Hauptversammlungswochenende eine Pilgerstätte der Buffett Fans. „Wir machen in den vier Tagen so viel Umsatz wie sonst an einem Monat“, sagt der Manager.

Sein Haus, sein Friseur, seine Aktionäre
File photo of investor Warren Buffett arriving for the premiere of the film "Wall Street: Money Never Sleeps" in New York
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Der Mann um den sich derzeit alles dreht: Warren Buffett. An diesem Wochenende hat er zur jährlichen Aktionärsversammlung seiner Firma Berkshire Hathaway in Omaha, Nebraska geladen. Trotz seiner Erkrankung an Prostatakrebs sei er voller Energie, teilte der 81-Jährige Milliardär mit.

A sign featuring a photo of Chairman Warren Buffett welcomes Berkshire Hathaway shareholders to a picnic during the BH annual meeting in Omaha
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Willkommen Aktionäre! An diesem Wochenende findet die Jahreshauptversammlung von Berkshire Hathaway in Nebraska statt. Auf dem Willkommensplakat vom letzten Jahr lächelt US-Investor Warren Buffet seinen Gäste noch munter zu. Beim diesjährigen Aktionärstreffen stehen er und seine Gesundheit im Mittelpunkt: Seit bekannt ist, dass der Milliardär an Prostatakrebs erkrankt ist, wird heftig über seine Nachfolge debattiert. Dabei wären auch die fallenden Aktienwerte eine Diskussion wert.

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Ein Vertrauter Buffetts: Friseur Stan Docekal schneidet dem 81-Jährigen Milliardär seit fast 20 Jahren alle paar Wochen die Haare. Bevorzugt an einem ruhigen Samstagmorgen. Auch Docekal weiß um die Krankheit des Investors: „Sicher, man merkt, dass es ihm nahe geht“, sagt er. Der ebenfalls 81-Jährige betreibt einen kleinen Friseurladen im Kellergeschoss der Zentrale von Berkshire Hathaway. „Äußerlich wirkt er gesund und munter“, so Docekal. Er sei überzeugt, dass Buffett genau wisse, was er tue. Wenn er glaube, dass es ihn beeinträchtigt, wird Buffett damit sicher an die Öffentlichkeit gehen.

Foto: Rolf Benders

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Stan Docekal ist seit fast 20 Jahren Buffetts Friseur. Er gehört mit seinen 81 Jahren noch zur alten Schule und wickelt das Gesicht seiner Kunden vor der Rasur in ein heißes Handtuch.

Foto: Rolf Benders

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Rückzugsort: Im Steakhaus „Gorat's“ isst Warren Buffett mehrmals im Monat. Das Lokal ist sein Lieblingsrestaurant. Er ging mit dem Gründer Paul Gorat schon zur Schule. Kein Wunder, dass das Restaurant an diesem Wochenende zur einer wahren Pilgerstätte der Buffett-Fans wird.

Foto: Rolf Benders

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Hat Grund zur Freude: Steve Branecki. Er ist der Manager des Steakrestaurants „Gorat's“. Branecki freut sich immer, wenn Buffett zu Gast ist: „Er kommt wie immer mit ein paar Freunden, setzt sich ruhig in die Ecke und isst sein Steak“. Über den Gesundheitszustand Buffetts macht sich Branecki keine Sorgen: „Auf mich wirkt er wie immer“. Und er muss es wissen, schließlich kennt er Buffett seit 37 Jahren.

Foto: Rolf Benders

Buffetts Wohnhaus
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Warren Buffett lebt immer noch in dem Haus, das er 1958 für 31.500 Dollar gekauft hat. Es liegt im eher mittelständisch geprägten Vierten „Happy Hollow“ von Omaha, nur wenige Autominuten vom Firmensitz von Berkshire Hathaway entfernt. Das Haus ist frei zugänglich und liegt direkt an der Straße. Wachpersonal sucht man vergeblich.

Für die Aktionäre hat die mitunter skurrile Züge annehmende Diskussion um Buffetts Gesundheit einen ganz handfesten Hintergrund. Sie verschärft eine seit Jahren anhaltende Nachfolgedebatte, die den Aktienkurs von Berkshire Hathaway belastet.

Bereits im dritten Jahre in Folge entwickelt sich der Wert der Aktie schlechter als der US-Auswahlindex S&P-500. Seit dem Aktionärstreffen 2011 fiel der Kurs um zwei Prozent. Der S&P-500 stieg im gleichen Zeitraum um fast drei Prozent. Es sei auch die „fehlende Klarheit“ über die Nachfolge, die wohl den Kurs belaste, so Cliff Gallant, Analyst beim angesehenen Brokerhaus KBW. Buffett hat die Firma aufgebaut und sich seine Aktionäre damit reich gemacht.

Der Löwenanteil des Vermögens von 44 Milliarden Dollar des drittreichsten Mannes der Welt steckt in Berkshire Hathaway. Buffett und seine Firma seien so eng miteinander verwoben, dass es schwer sei, die Wichtigkeit seiner Rolle genau abzuschätzen, meint Meyer Shields, Analyst bei Stiefel Nicolaus.

Experte Gallant und ein andere Analyst werden Buffett in diesem Jahr auf der für fünf Stunden angesetzten Hauptversammlung Fragen stellen. Ein Novum. Bislang war dieses Recht den Aktionären vorbehalten. Beide Experten empfehlen die Aktie von Berkshire Hathaway zum Kauf.

Ob die Aktionäre danach mehr Klarheit haben werden, ist völlig offen. Bislang wissen sie jedenfalls nur, dass Buffett einen Kandidaten im Auge hat, der aber selbst nicht weiß, dass er ausgewählt ist. Zudem hat Buffett erklärt, er habe zwei weitere Kandidaten in Reserve. Und das ist auch gut so: Denn der lange als Favorit auf den Thron von Buffett gehandelte Berkshire-Manager David Sokol, musste 2011 wegen eines Insiderskandals das Feld räumen.

Er soll privat Aktien von Firmen gekauft haben, die sich Buffett für einen Einstieg angesehen haben soll. In der Regel steigen Aktien stark, wenn bekannt wird, dass der Milliardär in sie investiert.

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5 Kommentare zu "Starinvestor: Angst um Warren Buffett vor Aktionärsversammlung"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Er hat ein riesiges Vermögen durch kluge Langfristinvestments angehäuft, lebt bescheiden in seinem Mittelstandshaus, hat große Teile seines Vermögens gespendet und nicht vererbt oder verprasst, ist seit Ewigkeiten mit der selben Frau verheiratet, hat gesunde, erfolgreiche Kinder und noch immer Freude an der Arbeit. Ich bewundere ihn und wünsche ihm noch möglichst viele Tage auf Erden.

  • an Tomm

    Mein Gott, was wollen Sie eigentlich? Der Mann ist 81 Jahre! Das schaffen die Meisten nicht, auch ohne Coca Cola und mit "gesunder" Ernährung (was immer das auch sein soll).

  • Es ist eine schmach, wie einer der reichsten Menschen auf diesem Planete gelebt hat. Ist es ein Wunder, daß er jetzt an Krebs erkrankt ist? Das Saufen, ich benutze bewußt dieses Wort, dieser braunen Brühe, die sich Coca Cola nennt, muß zwangsläufig zu Erkrankungen aller Art führen. Dazu kommt, daß er auch noch größte Aktien-Besitzer dieser Marke ist und davon überzeugt war und ist, zwangsläufig dieses Gesöff zu sich zu nehmen. Dazu kamen und kommen noch andere Ernährungsfehler hinzu. Und dann weiter keine Antworten dem Körper zu geben mit den darin lebenden Organen. Ich gönnen ihm noch weitere Jahre des Lebens, glaube aber, daß seine Zeit bald gekommen ist.

  • ... von den Reichen kann man halt sparen lernen, das sagt ja schon ein altes Sprichwort ;-)

  • ""Gorat’s ist jedes Jahr am Hauptversammlungswochenende eine Pilgerstätte der Buffett Fans. „Wir machen in den vier Tagen so viel Umsatz wie sonst an einem Wochenende“, sagt der Manager.""

    Die Aussage ist doch eher negativ!
    An 4 Tagen machen die so viel Umsatz wie sonst an 2 Tagen?

    Irgendwas stimmt da nicht

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