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Starinvestor Warum Warren Buffett 100.000 Dollar im Jahr locker reichen

Der Chef von Berkshire Hathaway verzichtet seit Jahrzehnten auf eine Gehaltserhöhung. Dabei hätte er die mehr als verdient.
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Was aus seinem Vermögen wird, hat der Starinvestor klar geregelt. Quelle: Reuters
Warren Buffett

Was aus seinem Vermögen wird, hat der Starinvestor klar geregelt.

(Foto: Reuters)

New York Warren Buffett ist kein gewöhnlicher Chef. Der 86-jährige CEO des Konglomerats Berkshire Hathaway ist bekannt dafür, seinen Managern extrem viel Freiraum zu lassen. Einige von ihnen haben nur einen handschriftlichen Arbeitsvertrag in dem das aller nötigste geregelt ist.

Auch Buffetts Bezahlung ist ungewöhnlich. Ungewöhnlich niedrig. Gerade einmal 100.000 Dollar zahlt sich der Berkshire-Chef im Jahr aus. Das hat sich seit 25 Jahren nicht geändert.

Eine Gehaltserhöhung hätte er sicherlich verdient, schließlich führt er das Unternehmen seit über 50 Jahren und hat den einstigen Textilhersteller zu einem der größten börsennotierten Konzerne Amerikas gemacht. Die Aktie hat allein im vergangenen Jahr um über 30 Prozent zugelegt. Und in den vergangenen fünf Jahren hat sich ihr Wert mehr als verdoppelt.

Doch Buffett verzichtet freiwillig auf mehr Gehalt, wie aus einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht. Mit einem geschätzten Vermögen von 88 Milliarden Dollar ist er derzeit der drittreichste Mann der Welt – was vor allem auf seine Berkshire-Aktien zurückzuführen ist. Er hält 38 Prozent der Aktien der Klasse A.

Buffett hat bereits vor Jahren erklärt, dass er mit 100.000 Dollar alle persönlichen Kosten locker decken kann. Der Starinvestor ist für seinen schlichten Lebensstil bekannt. Seit Jahrzehnten wohnt er in demselben Haus in Omaha, im Bundesstaat Nebraska. Am liebsten frühstückt er für ein paar Dollar bei McDonalds. „Mehr Geld würde mich nicht glücklicher machen“, versichert er seinen Aktionären immer wieder.

In Zeiten, in denen sich Vorstandschefs in guten wie in schlechten Jahren gern üppige Boni zahlen, ist Buffett ein willkommener Gegenpol. Auch deshalb wird er auf der Jahreshauptversammlung von seinen Aktionären wie ein Rockstar gefeiert.

In Sachen Sparsamkeit legt Buffett noch einen drauf: Er zahlte Berkshire im vergangenen Jahr 50.000 Dollar zurück – um seine persönlichen Ausgaben zu decken. „Herr Buffett greift gelegentlich für persönliche Anliegen auf Berkshire-Personal zurück und/oder nutzt Briefmarken und tätigt Anrufe für private Zwecke“, heißt es in der Mitteilung an die Aufsicht weiter.

Was aus seinem Vermögen wird, hat Buffett klar geregelt. Ein Teil geht an die Stiftungen seiner drei Kinder, der Rest geht an die Stiftung von Melinda und Bill Gates. Mit dem Microsoft-Gründer hat Buffett gemeinsam die Initiative „The Giving Pledge“ ins Leben gerufen. Sie fordert Milliardäre dazu auf, den Großteil ihres Vermögens für gemeinnützige Zwecke zu verwenden.

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