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Stiftungen und Fonds Anlegen wie die Bertelsmänner

Bosch, Hertie, Bertelsmann: Milliardenschwere Stiftungen stecken ihr Geld gern in Fonds, die auf Werterhalt aus sind – und ordentliche Renditen schaffen. Auch Privatanleger können investieren. Welche Fonds vorne liegen.
8 Kommentare
Der Stiftungsfonds des Hauses zählt zu den Besten seiner Klasse. Quelle: PR Bankhaus Lampe
Siegel des Bankhauses Lampe

Der Stiftungsfonds des Hauses zählt zu den Besten seiner Klasse.

(Foto: PR Bankhaus Lampe)

Frankfurt Es gab schonmal bessere Zeiten für Anleger. Die Landschaft für gut rentierliche, nicht allzu riskante Investments ist im Zinstief sprichwörtlich ausgedörrt. Klassische, sichere Staatsanleihen dümpeln mit Renditen unter einem Prozent vor sich hin. Zuletzt waren auch die Aktienmärkte sehr schwankungsanfällig. Risiko streuen lautet die Devise daher mehr denn je – und hier kommt eine Anlageklasse ins Spiel, an die vielleicht nicht jeder Privatanleger sofort denkt.

Die Rede ist von Fonds, die von den Fondshäusern eigens für die Bedürfnisse von gemeinnützigen Stiftungen entworfen werden. Deren – gesetzlich vorgegebenes – Ziel ist es, das Vermögen zu erhalten. Milliarden Euro schwere Stiftungen, wie die Hertie oder Bertelsmann Stiftung, leisten sich in der Regel eigene professionelle Vermögensmanager und investieren Stiftungsgeld in derartige Fonds. Der Vorteil: Auch Privatanleger können meistens in die Fonds einsteigen.

Anlegern raten Experten allerdings, sich die Strategien der Fonds genau anzuschauen. Denn: Längst nicht alle Anbieter erfüllen ihr Versprechen, stabile Erträge zu erzielen. Das zeigt eine Studie des Fondsberaters Fonds Consult, die dem Handelsblatt vorliegt. „Die Diskrepanz zwischen den Ausschüttungsquoten und dem Bedarf von Stiftungen wird größer“, sagt Analyst und Studienautor Harald Braml. „Es gibt große Qualitätsunterschiede“.

Was die Anlagen betrifft, bemühen sich die Anbieter „meist um einen defensiven Mix aus Anleihen, Aktien und immer stärker auch anderen Anlagen“, so Braml. Höchstens 30 Prozent Aktien sollen das Vermögen nicht zu stark schwanken lassen. Dazu kommen Immobilien, Rohstoffe, Gold, Derivate. Ökologische und soziale Kriterien sind vielen Fonds wichtig. Manager müssten zudem flexibel auf Marktentwicklungen wie steigende Kapitalmarktzinsen reagieren.

Mindestens drei Prozent ihres Vermögens benötigen die mehr als 20.000 gemeinnützigen Einrichtungen im Land im Schnitt pro Jahr an Ertrag. Die Auswertung von Fonds Consult zeigt, dass die besten Stiftungsfonds in den vergangenen drei Jahren eine Rendite zwischen knapp sieben und neun Prozent im Jahr geschafft haben (siehe Kurztextgalerie). Insgesamt hätten sich gute Fonds meist behauptet.

Die lukrativsten Märkte der letzten 20 Jahre
Platz 18: Japan
1 von 18

Die Sutor Bank hat die 18 wichtigsten Aktienmärkte der Welt im Zeitraum von 20 Jahren untersucht, um herauszufinden, welcher Markt die stärkste Performance hatte. In der Auswertung der Hamburger Privatbank kommt Japan auf den letzten Platz. „Das war durchaus erwartbar“, kommentierte Lutz Neumann, Leiter der Vermögensberatung der Sutor Bank, das schlechte Abschneiden Japans. Auf den anderen Plätzen fanden sich allerdings ein paar Überraschungen.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): 0,19 Prozent pro Jahr

(Foto: dpa)
Platz 17: Österreich
2 von 18

Ziemlich oft bergab ging es auch für Anleger am österreichischen Aktienmarkt. Auf 20-Jahressicht schaffte der österreichische MSCI Austria Index immerhin doch noch ein Plus. Schlusslicht war Österreich unter anderem im Jahr 2014. Die Sanktionen gegen Russland belasteten österreichische Banken und Unternehmen, die stark in Russland engagiert sind.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): + 1,65 Prozent pro Jahr

(Foto: dpa)
Platz 16: Italien
3 von 18

Der MSCI Italy Index gehört im internationalen Vergleich der Sutor Bank ebenfalls zu den Schlusslichtern. Besonders schlecht lief es für den italienischen Aktienmarkt in den Jahren 2010 und 2011 als die europäische Schuldenkrise aufkam.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): + 3,99 Prozent pro Jahr

(Foto: Imago)
Platz 15: Singapur
4 von 18

Singapur ist ein beliebter Finanzplatz und verfügt über eine beeindruckende Skyline. Besonders hoch hinaus kamen hier Anleger jedoch nicht. Der MSCI Singapore Index gehört zu den schwächsten innerhalb der vergangenen 20 Jahre.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): + 5,35 Prozent pro Jahr

(Foto: Imago)
Platz 14: Belgien
5 von 18

In der Gesamtwertung kommt Belgiens Aktienmarkt nur auf den vierzehnten Platz. Allerdings holte der MSCI Belgium Index in den vergangenen Jahren deutlich auf. 2014 schlug er alle anderen Indizes mit einem Plus von 37 Prozent.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): + 6,8 Prozent pro Jahr

(Foto: Imago)
Platz 13: Frankreich
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Der Aktienmarkt der zweitgrößten europäischen Volkswirtschaft schaffte es innerhalb der letzten zwanzig Jahr nicht unter die Top 10 (im Schnitt). Besonders schlecht lief es in den Jahren 2001 (- 18 Prozent) und 2002 (- 33 Prozent). Lutz Neumann von der Sutor Bank betont, dass die Entwicklung eher zufällig erfolgt. Eine belastbare, seriöse Vorhersage sei unmöglich, erklärt die Privatbank.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): + 7,15 Prozent pro Jahr

(Foto: Imago)
Platz 12: Norwegen
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Der norwegische Aktienmarkt erlebte einen legendären Boom im Jahr 2009: Der MSCI Norway Index stieg um sagenhafte 81 Prozent. 2014 gehörte er allerdings zu den schwächsten Märkten, mit einem Minus von elf Prozent.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): 7,31 Prozent pro Jahr

(Foto: Imago)

Ganz oben im Ranking steht der „Bethmann Stiftungsfonds“, der in den letzten Jahren besonders von der guten Entwicklung bei Anleihen profitierte. Im Fall steigender Zinsen darf das Management allerdings neben Aktien nur Liquidität halten.

Finance Briefing
Diese Fonds performen schwach
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8 Kommentare zu "Stiftungen und Fonds: Anlegen wie die Bertelsmänner"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Die Bauern sind leider nicht echt es ist der Forum- Schwätzer.

  • Sie sind nicht Hr.Spiegel. Herr Spiegel würde nie Steuern bezahlen oder meinen Sie, jeder ist blöd.

  • Bin halt n Looser
    mit sicherem Griff immer in die Nassen
    minus 4 % zZ na ja kann man nix machen
    vielleicht verraten die Herren Bauer ja mal was

  • Das ist ja wohl wirklich nicht schwierig.

    Der Herr Bauer zeigt doch wie es geht. Man muß nur die richtigen Aktien zum richtigen Zeitpunkt kaufen, Dividenden kassieren, fertig.

    Es ist genau wie bei einer Immobilie. Lage,Lage und nochmals Lage. Natürlich ist auch der richtige Preis wichtig. Überteuert darf man nicht kaufen. Aber generell sollte man nur billig kaufen, wobei ich damit keine Discounter meine. Obwohl dort auch Qualität vorhanden ist.

    Wie man sieht muß man nur die Augen auflassen, dann kann nichts passieren.Ist wie bei der Fahrbahnüberquerung. Erst nach links,dann nachrechts und wieder nach links.
    Doof nur, wenn man in England ist.

  • ergibt keinen Sinn

  • Ich habe fünf Portfolios.Zwei in Deutschland, eines in Englad wegen der Abgeltungssteuer, und zwei in Asien.
    Schnitt über acht Jahre = + 84,37%, kein Jahr schlechter als 34,26 % bei 2 Std/Monat Arbeitsaufwand und daher nur entspannend.
    Ich bin schon ein richtig Guter!

  • @Bauer
    wir scheinen anscheinend nicht nur den Namen gemeinsam zu haben.

    Auch ich mache nur Plus. Ich habe zwar nur ein Depot, aber das ist bestückt mit den internationalen Branchenführern.
    Bei Schwäche kaufe ich dann immer nach und freue mich über die Jahresdividende.

    Dafür habe ich aber noch Gold und Immobilien in meinem Bestand.
    Viel Arbeitsaufwand habe ich auch nicht. da kommt mir meine über 50jährige Erfarung zu gute.
    Ich verbringe mehr Zeit damit Kommentare hier in verschiedenen Foren zu schreiben, um jedem klar zu machen, dass er auch so erfolgreich sein kann.

    Sie sind es bewiesenermaßen ja auch, in diesem Sinne, allen anderen eine erfolgreiche Woche.

  • Ja, das ist die deutsche Abneigung gegen Aktien, bzw. Aktienfonds. Ich fahre drei Portfeuilles, nur mit Aktien und Aktienfonds bestückt. Gemitteltes Gesamtresultat über drei Jahre = +54.7%, kein Jahr schlechter als +12.7%. Arbeitsaufand = i.M. 4 Std/Woche und keine Hektik.

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