Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Strategen sehen auf Unternehmensseite den Höhepunkt der Gewinnsteigerungen als erreicht an Den US-Börsen drohen Rückschläge

Schon bevor die Bilanzsaison zum vierten Quartal zu Ende geht, sind Marktbeobachter und Investmentstrategen mit den Ergebnissen mehr als zufrieden. Die ambitionierten Erwartungen wurden zum Teil deutlich übertroffen. Der Aufschwung erreicht fast alle Branchen. Steigende Gewinne gehen aber nur in den USA mit höheren Umsätzen einher.
  • Anette Kiefer (Ulf Sommer, Handelsblatt)

NEW YORK/DÜSSELDORF. In Europa hat der Aufschwung hingegen Schönheitsfehler. Anders als in den USA tragen hauptsächlich Kosteneinsparungen zu kräftig steigenden Gewinnen bei. Besonders positiv verläuft die Ergebnissaison bei Technologiefirmen wie Siemens, SAP und Deutsche Telekom. Schwierig und zum Teil mit Revisionen nach unten sieht es hingegen bei Automobilfirmen wie VW und Pharmakonzernen wie Schering und FMC aus. Der starke Euro verursacht Einbußen. „Bei Automobilfirmen sind die Gewinnschätzungen immer noch zu optimistisch, und sie werden noch weiter herunterkommen“, meint Sal. Oppenheim-Spezialist Patrick Juchemich.

Abseits dieser zwei Problembranchen überwiegt der Optimismus. „Die Erholung greift auf Europa über, aber nicht so stark wie in den USA“, meint Carsten Klude von M.M. Warburg. Dabei sprechen die Zahlen für sich. Für das laufende Jahr erwarten Analysten nach Angaben des französischen Finanzdatenanbieters JCF, wo alle Prognosen zusammenlaufen, bei den 30 Unternehmen im Deutschen Aktienindex einen Ergebniszuwachs von 47 % – mit zuletzt steigender Tendenz. Im kommenden Jahr werden es den Schätzungen nach noch einmal 23 % mehr. „Basiseffekte verzerren das Bild“, schränkt Klude ein. Viele Unternehmen verzeichnen Verbesserungen von mehreren Hundert Prozent, ohne jedoch an Spitzenergebnisse aus früheren Zeiten anzuknüpfen. 2003 war ein schlechtes Jahr, in das viele Firmen obendrein Abschreibungen in Milliardenhöhe steckten, um sich der Altlasten zu befreien.

Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen
Serviceangebote