Studie: Titel weisen deutlich weniger Risiken in Bilanzen auf TecDax-Werte gelten zunehmend als solide

Die 30 im Technologie-Auswahlindex TecDax gelisteten Werte weisen inzwischen beinahe genauso wenig Risiken in ihren Bilanzen auf wie Dax-Werte. Zu diesem Ergebnis kommen die Experten von SES Research.

scc FRANKFURT/M. Das Hamburger Analysehaus begutachtet mit seinem so genannten Equirisk-Rating seit rund zwei Jahren die an der an der Deutschen Börse gelisteten Tech-Werte. Bei Investoren findet es inzwischen hohe Beachtung. Dabei bewerten die Analysten im vierteljährlichen Turnus die Risiken, die Tech-Werte in ihren Jahres- und Quartalsberichten aufweisen, und vergeben dabei Noten von A bis D. Innerhalb dieser Noten wägen sie noch mit Plus und Minus ab. Über 60 Prozent aller TecDax-Werte haben nun in der gestern erschienenen Auswertung die Note „A–“ erhalten. Das A steht dabei für ein solides operatives Geschäft, eine gesunde Bilanz und gesicherte Liquidität. Anders ausgedrückt: Ein Einbruch des Aktienkurses erscheint derzeit unwahrscheinlich.

Zu den besten TecDax-Aktien, sie erhielten die Note „A+“, zählen demnach Micronas, Pfeiffer Vacuum, Qiagen, Rofin-Sinar, SAP SI, T-Online und neuerdings auch Freenet. Der Grund: Freenet hat die Übernahme des Festnetzgeschäfts von Mobilcom verdaut und außerdem im ersten Quartal wieder die Rückkehr zu sehr hohen Margen geschafft. Ebenfalls ein A-Rating erhielten AT&S, Dialog Semiconductor, Elmos, Epcos, IDS Scheer, Kontron, Mobilcom, Teles und Web.de. Das schlechteste Rating unter allen TecDax-Werten erhielten mit der Note „C+“ Aixtron und Suess Microtec. Eine nur durchschnittliche Wettbewerbsposition, ein wechselhaftes Geschäft und eine häufig angespannte Finanzlage führen hier nach Einschätzung der SES-Analysten dazu, dass das Risiko starker Kursschwankungen relativ hoch ist.

Deutlich im Rating gefallen sind Aktien des Biotech-Unternehmens Evotec und des Softwarehauses FJH. Bei Evotec führte der operative Einbruch im ersten Quartal mit stark rückläufigen Umsätzen und einem Einbruch der Margen zu einer Ratingverschlechterung von „B+“ auf „B-“. FJH verschlechterte sich auf gleiche Weise, da das operative Geschäft der Münchener noch unter den Auswirkungen der anonymen, jedoch längst entkräfteten Anzeige auf Bilanzfälschung leidet.

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