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Tool der Woche Ratenkredite lohnen sich nicht für jedermann

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Vorsicht vor „Lockangeboten“

Einige Firmen werben damit, alte Kredite mit höheren Zinssätzen in einen günstigeren Ratenkredit umzuschulden. Roman Schlag von der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände bezeichnet solche Annoncen als „Lockangebote“. Er warnt: „Umschuldungen können trügerisch sein. Die Situation scheint erst einmal positiver, aber im Endeffekt bekämpft man Schulden mit noch mehr Schulden. Genau so entsteht eine Schuldenspirale.“

Sebastian Hagen, Referent für Finanzen bei der Verbraucherzentrale Sachsen, rät, genau zu prüfen, ob sich ein solches Umschuldungsangebot im konkreten Einzelfall wirklich lohnt. „Die Frage ist immer: Welche Kosten fallen genau an, um aus meinem alten Kredit herauszukommen?“ Denn bei vorzeitiger Rückzahlung kann eine Entschädigungsgebühr der Bank anfallen – bei älteren Krediten kann diese durchaus höher ausfallen.

Nur bei Beachtung aller Kostenfaktoren zeige sich, ob sich eine Umschuldung in einen Ratenkredit mit günstigen Zinsen unter Umständen lohnt. FMH-Geschäftsführer Herbst teilt diese Meinung: „Das lohnt sich wirklich nur sehr selten – und wenn, dann ist die Ersparnis sehr gering.“ Um den Weg aus den Schulden zu finden, solle man sich stattdessen einen Überblick über seine Schulden machen und Einsparmöglichkeiten ausloten.

Grundsätzlich gilt also: Bei Ratenkrediten sollte man genau hinschauen und nicht mehrere gleichzeitig aufnehmen. Verbraucherschützer Hagen rät, sich nicht nur von kurzfristig niedrigen Zinsen leiten zu lassen, sondern immer zu hinterfragen, warum das Angebot so günstig sei. Vor der Kaufentscheidung solle man sich immer fragen: „Brauche ich das wirklich genau jetzt? Oder kann der Wunsch noch warten?“ Wenn die Anschaffung dringend nötig ist, zum Beispiel weil das Auto kaputt ist und man ein neues braucht, dann sollten Verbraucher die Angebote genau vergleichen.

Dabei hilft der Handelsblatt-Ratenkreditrechner, mit dem man die Laufzeit, den Kreditbetrag und die Bonitätskriterien individuell festlegen kann: Im Ergebnis erhält man verschiedene Angebote, die man dann wiederum sorgfältig vergleichen sollte: In erster Linie sollte man sich die monatliche Rate leisten können. Mindestens genauso wichtig ist der Effektivzins. Wer vorher gewissenhaft abwägt, läuft weniger Gefahr, in die Schuldenfalle zu laufen.

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