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UBS-Studie Reiche Chinesen investieren gerne nachhaltig, reiche Amerikaner eher nicht

Eine Studie hat das Anlageverhalten von Multimillionären untersucht. Sie zeigt: Das Thema Nachhaltigkeit ist in den USA und Großbritannien ziemlich egal.
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Warum reiche Chinesen und Brasilianer massiv in Nachhaltigkeit investieren

London Reiche Anleger in China und Brasilien sind am aufgeschlossensten, wenn es um nachhaltiges Investieren geht. Am skeptischsten sind hingegen die Millionäre in den USA und Großbritannien. Das ergibt eine Umfrage von UBS Global Wealth Management, dem Vermögensverwalter der Schweizer Großbank. Befragt wurden 5300 Anleger mit einem Anlagevermögen von mindestens einer Million Dollar in zehn Ländern.

Demnach gaben 60 Prozent der reichen Chinesen und 53 Prozent der Brasilianer an, mindestens ein Prozent ihres Anlagevermögens nachhaltig investiert zu haben. In den USA galt dies nur für zwölf Prozent der Befragten, in Großbritannien für 20 Prozent. Deutsche Anleger nehmen mit 42 Prozent einen Mittelplatz ein.

Nachhaltig investiert, wer beim Anlegen nicht nur den Gewinn im Auge hat, sondern auch die sogenannten ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) berücksichtigt. Unterschieden werden drei Strategien: Anleger können Firmen mit einem schlechten ESG-Rating aus dem Portfolio ausschließen, sie können Firmen mit einem guten Rating aufnehmen, oder sie können gezielt in Firmen investieren, die ein bestimmtes Ziel, etwa den Kampf gegen den Klimawandel, verfolgen („Impact investing“).

Von den 5300 Befragten haben nur 39 Prozent nachhaltig investiert, 61 Prozent hingegen nicht. Als Grund geben 72 Prozent der ESG-Muffel an, dass man die Wirkung nachhaltiger Investments nicht messen könne. 67 Prozent sagen, sie würden lieber ihren Gewinn maximieren und dann einen Teil für gute Zwecke spenden. 63 Prozent erklären, dass sie eine geringere Rendite fürchten.

Die meisten Skeptiker sitzen in den beiden führenden Finanzmärkten der Welt: In den USA und Großbritannien glauben nur 32 Prozent, dass nachhaltiges Investieren in zehn Jahren der Standard sein wird. In Deutschland glauben dies 56 Prozent, in China sogar 74 Prozent.

Die meisten nachhaltigen Investments drehen sich um Umweltfragen: Anleger nennen die Umweltverschmutzung, den Klimawandel und den Wasserverbrauch als Top-Prioritäten. So ziehen 85 Prozent der chinesischen ESG-Anleger die Umweltverschmutzung als Kriterium heran. In Deutschland wird das Thema etwas weniger dringlich gesehen: Hier investieren 61 Prozent gegen Umweltverschmutzung. Je reicher ein Anleger ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass er nachhaltig investiert.

Bei einem Anlagevermögen von mehr als 50 Millionen Dollar sind 54 Prozent des Portfolios nachhaltig investiert. Bei einem Anlagevermögen unter zehn Millionen Dollar sind es nur 32 Prozent. Es gibt auch einen deutlichen Generationenunterschied. 56 Prozent der 18-34-Jährigen investieren nachhaltig, aber nur 27 Prozent der Über-65-Jährigen.

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