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Eine Konsumentin beim Einkauf (Symbolbild)

Die gute Konjunktur hält an, die Zahlungsmoral der Verbraucher lässt aber nach.

(Foto: dpa)

Umfrage Zahlungsmoral der Verbraucher wird laxer, Firmen zahlen besser

Viele Verbraucher haben mehr Geld zur Verfügung, begleichen ihre Rechnungen aber seltener. Unkontrolliertes Konsumverhalten ist laut einer Umfrage der häufigste Grund.
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BerlinDie gute Konjunktur hält an, aber die Zahlungsmoral der Verbraucher lässt nach. Das ist ein zentrales Ergebnis einer Umfrage des Bundesverbandes Deutscher Inkasso-Unternehmen unter seinen Mitgliedern. Der Bundesverband hat auch eine Erklärung für das Phänomen: Da viele Verbraucher mehr Geld zur Verfügung haben, würden sie ihre Rechnungen etwas laxer handhaben.

„Manche Schuldner haben die finanziellen Risiken eines möglichen Fehlverhaltens – von Mahngebühren bis hin zu Gerichtskosten – inzwischen eingepreist“, glaubt Verbandspräsidentin Kirsten Pedd.

An erster Stelle würde der Online- und Versandhandel unter der laxeren Zahlungsmoral der privaten Haushalt leiden. Dann kommen Energieversorger und das Handwerk. Haben die Inkasso-Unternehmen früher stets Überschuldung als wichtigsten Grund genannt, Verbindlichkeiten nicht zu begleichen, so rangiert jetzt „unkontrolliertes Konsumverhalten“ an erster Stelle.

Unterm Strich zieht der Verband aber ein positives Fazit. Der negative Trend bei den Verbrauchern konnte durch eine positive Entwicklung bei Firmen mehr als ausgeglichen werden. Da mehr Firmen ihre Schulden pünktlich beglichen haben als im vergangenen Jahr, stieg die Zahlungsmoral nun das neunte Jahr in Folge.

Wie ein roter Faden in den vergangenen Umfragen zieht sich die Kritik an der öffentlichen Hand. „Der Staat ist ein schlechter Schuldner“, bringt Pedd das Zahlungsverhalten von Städten, Gemeinden und kommunalen Unternehmen auf den Punkt. Die Außenstände würden sich auf 76 Milliarden Euro summieren. „Die öffentliche Hand wird ihrer Vorbildfunktion nicht gerecht“, kritisiert Pedd.

Der Bundesverband Deutscher Inkassounternehmen hat 550 Mitglieder, die mehr als 500.000 Kunden in Deutschland betreuen. Nach Verbandsangaben werden jährlich 20 Millionen neue Forderungen bearbeitet. Neun von zehn werden so bearbeitet, dass keine Gerichte tätig werden müssen.

„Den deutschen Verbrauchern geht es zu gut“

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