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Universität Harvard 38 Milliarden Dollar vorhanden – Verwalter gesucht

Die Eliteuniversität Harvard sucht nach mehreren Fehlbesetzungen wieder einen neuen Vermögensverwalter für ihr gigantisches Stiftungsvermögen. Mittlerweile wird sogar das legendäre Investmentmodell in Frage gestellt.
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Die Universität besitzt ein Stiftungsvermögen von 38 Milliarden Dollar. Quelle: dpa
Harvard

Die Universität besitzt ein Stiftungsvermögen von 38 Milliarden Dollar.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie amerikanische Ivy League steht für die Top-Elite der US-Universitäten – und Harvard hebt sich davon noch einmal ab. Wie kaum eine andere Universität der Welt brachte sie Nobelpreisträger und Präsidenten hervor: Barack Obama studierte dort, Franklin D. Roosevelt oder auch Henry Kissinger.

Der Name Stephen Blyth dürfte in der Ahnengalerie allerdings so schnell wie möglich wieder in Vergessenheit geraten – zumindest aus Sicht der Universität.

Blyth war Chef der Stiftungsvermögensverwaltung der Universität, die ein sagenhaftes Vermögen von 38 Milliarden Dollar besitzt. Im Juli musste er seinen Posten schon nach 18 Monaten wieder räumen und hinterließ, glaubt man einem Bericht des „Wall Street Journal“, ein ziemliches Desaster.

Denn während seine Kollegen der anderen Eliteuniversitäten über die Jahre eine ordentliche Rendite von rund zehn Prozent erwirtschafteten und seit Jahrzehnten im Amt sind, schaffte Harvard in den vergangenen zehn Jahren nur 7,6 Prozent im Schnitt.

Das ist zu wenig für die Ansprüche der Universität – und auch Blyth konnte diese Entwicklung nicht nachhaltig verändern. Das Stiftungsvermögen ist für die Universität wichtig, weil es rund ein Drittel ihres operativen Budgets ausmacht und auch für Studentenstipendien und die Gehälter der Professoren verwendet wird.

Eine Besonderheit in Harvard ist das hybride Investmentmodell der Vermögensverwaltung. Während etwa die Konkurrenz aus Yale das Geld an externe Manager vergibt, die im Auftrag der Universität handeln, hat Harvard bislang immer einen Teil behalten und eigene Händler beschäftigt. Blyth stand ausdrücklich unter diesem Modell und hat extra einen Manager von Goldman Sachs abgeworben, um erfolgreicher zu werden.

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