US-Aktienmarkt: Shortseller Hindenburg wettet gegen aktivistischen Investor Icahn
Der 87-Jährige gilt als Unternehmensjäger. Nun wird er selbst zum Gejagten.
Foto: ReutersDüsseldorf. Paul Icahn gilt in den USA als einer der mächtigsten Männer der Wall Street. Wenn der 87-jährige Starinvestor spricht, hören die Anleger zu – und so mancher Manager zittert. Schließlich ist Icahn dafür bekannt, sich in Unternehmen einzukaufen, um dann Druck auf das Management auszuüben. Er wird deshalb als „Unternehmensjäger“ bezeichnet.
Seit Dienstag ist Icahn aber nicht mehr in der Rolle des Jägers, sondern in der des Gejagten. Denn das bekannte Research- und Investmentunternehmen Hindenburg Research hat Icahn in einem am Dienstag veröffentlichen Report angegriffen. Die Aktie von Icahns Mischkonzern Icahn Enterprises, mit dem er seine Investitionen tätigt und an dem er zusammen mit seinem Sohn Brett 85 Prozent der Anteile hält, brach daraufhin zum Handelsstart in New York um bis zu 24 Prozent ein.
Hindenburg Research hält Icahn Enterprises (IEP) demnach für überbewertet. Der tatsächliche Wert des Unternehmens liege 75 Prozent niedriger, weshalb man auf fallende Aktienkurse setze. Hindenburg stützt seine Bewertung auf drei Gründe: