Vermögensverwalter Das Börsenjahr wird schwierig

Die Schuldenkrise hinterlässt ihre Spuren: Deutsche Vermögensverwalter scheuen vor Investments in der Eurozone zurück - und legen lieber in den USA an. Am wichtigsten aber ist: flexibel bleiben.
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Tresor des Edelmetall-Händlers Pro Aurum: Bei Vermögensverwaltern erfreut sich Gold großer Beliebtheit. Quelle: dpa

Tresor des Edelmetall-Händlers Pro Aurum: Bei Vermögensverwaltern erfreut sich Gold großer Beliebtheit.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie deutschen Vermögensverwalter sorgen sich ums Geld. Mehr als die Hälfte richtet sich auf ein turbulentes Börsenjahr ein. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter 100 unabhängigen Vermögensverwaltern des Datenanbieters FinComm für Handelsblatt-Online.

Danach sagen 55 der Befragten, das Jahr 2012 werde „außerordentlich schwierig“. Sieben sehen sogar „existenzielle Gefahren“. Das Lager der Optimisten ist dagegen überschaubar: Mit Zuversicht gehen lediglich 26 Verwalter ins neue Jahr.

Die Finanzprofis stehen voll und ganz unter dem Eindruck der Schuldenkrise in Europa. Wichtig sei es in diesen Zeit, flexibel zu bleiben, um auf „die sich rasend schnell veränderten politischen Bedingungen“ reagieren zu können, sagt Michael Reuss von Huber, Reuss & Kollegen aus München.

Die meisten Vermögensverwalter erwarten zwar nicht, dass der Euro scheitern wird. Nur vier der Befragten sagen, dass die europäische Währung die nächsten fünf Jahre nicht überlebt. Dennoch schlägt sich die aktuelle Krise in der Anlagestrategie nieder. Auf die Frage, in welche Regionen sie investieren, fällt die Antwort klar aus: „Wenn europäische Aktien, dann mit Fokus auf Deutschland“, sagt Jörg Zeuner von der VP Bank. Am besten gefallen dem Experten derzeit aber US-Aktien.

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Damit ist Zeuner nicht allein. Auffällig viele Vermögensverwalter setzen auf die USA. Schon im vergangenen Jahr lief es an den US-Börsen deutlich besser als in Europa. Während der Dax rund 15 Prozent verlor, lag der Dow Jones am Ende des Jahres sogar 4,5 Prozent im Plus. Für Euro-Anleger hätte es sich doppelt gelohnt, an den US-Börsen einzukaufen – einerseits um die Kursgewinnen mitzunehmen, andererseits um die Schwäche des Euros auszugleichen.

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