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Wachstumskapital Neuer Digital-Fonds geht für deutsche Gründer an den Start

Der Wagnisfinanzierer Idinvest hat einen Millionenbetrag für einen neuen Fonds eingesammelt. Ein Unternehmen aus dem Medizinbereich wird schon jetzt davon profitieren.
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Neuer Digital-Fonds geht für deutsche Gründer an den Start Quelle: dpa
Schild auf der Digital-Konferenz Next

In den ersten sechs Monaten des Jahres steckten Investoren in Deutschland laut einer Studie der Beratungsgesellschaft EY rund 2,8 Milliarden Euro in junge Unternehmen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Neuer Treibstoff für die europäische Digitalwirtschaft: Die Investmentgesellschaft Idinvest hat ihren „Digital Fund III“ jetzt bei 350 Millionen Euro geschlossen – weit mehr als ursprünglich geplant war. Rund 85 Millionen Euro sind dabei schon in 15 innovationsstarke Firmen geflossen, darunter auch das deutsche Telemedizin-Start-up TeleClinic.

Matthieu Baret, Managing Partner bei Idinvest Partners und verantwortlich für den Bereich Venture Capital, sieht gute Chancen im deutschen Markt: „Die deutsche Startup-Szene ist sehr attraktiv für Investoren, es gibt hier viele großartige Firmen und Gründer, insbesondere in den Bereichen Fintech und Digital Health. Der Wettbewerb mit heimischen Investoren ist in Deutschland außerdem geringer als beispielsweise in Frankreich oder Großbritannien.“

Mit Idinvest wächst das Finanzierungsangebot für die Gründer. Erst Ende September wurde bekannt, dass der Investor Klaus Hommels mit seiner Wagniskapitalfirma Lakestar einen der größten europäischen Fonds für Wachstumskapital aufgelegt hat. Rund 700 Millionen Dollar hat Hommels laut Informationen des Handelsblatts bereits eingesammelt, weitere Investoren können sich noch bis Ende des Jahres beteiligen.

Die Investitionen durch Idinvest können dazu führen, dass Deutschland bei der Versorgung mit Risikokapital weiter aufholt. In den ersten sechs Monaten des Jahres steckten Investoren in Deutschland laut einer Studie der Beratungsgesellschaft EY rund 2,8 Milliarden Euro (plus 13 Prozent) in junge Unternehmen – das ist ein neuer Höchststand.

Einen Rekord erreichte auch die Zahl der Finanzierungsrunden: In den ersten sechs Monaten dieses Jahres zählte EY 332 Transaktionen – das waren 19 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor. Zu den größten zählten Getyourguide (428 Millionen), N26 (266 Millionen) und Adjust (201 Millionen).

„Für beide Seiten Vorteile“

Idinvest ist mit dem „Digital Fund II“ bereits am Insurtech Wefox beteiligt. Weitere Investments umfassen das Proptech-Unternehmen Allthings und den E-Scooter-Verleiher Circ. „Wir sehen in Deutschland einen starken Dealflow. Seit zwei Jahren sind wir mit einem eigenen Büro und Investmentteam in Frankfurt vertreten und planen zudem die Eröffnung eines weiteren Büros in Berlin“, sagt Baret.

Eine ganze Reihe von Großunternehmen habe sich am Digital Fund beteiligt. „Diese Partnerschaften haben für beide Seiten Vorteile: die Start-ups in unserem Portfolio profitieren von der Expertise der Konzerne in ihrem Sektor, und diese wiederum erhalten einen Einblick in innovative Geschäftsmodelle mit Disruptionspotenzial“, erklärt Baret.

Das werde besonders bei den Insurtech-Investments deutlich, bei denen die Start-ups im Austausch mit dem Idinvest-Partner Allianz lernen könnten. Idinvest Partners wurde 1997 als Teil der Allianz-Gruppe gegründet, seit 2010 war das Unternehmen selbstständig. Im Januar 2018 übernahm die Eurazeo-Gruppe.

Mehr: Der Staat gibt Start-ups Geld in der kritischen Wachstumsphase. Das ist hilfreich, löst aber nicht deren Problem, kommentiert unsere Korrespondentin Dana Heide.

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