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Wagniskapital Erster deutscher Risikokapitalfonds für Cybersicherheit gestartet

Der Wagnisfinanzierer eCapital schafft einen Spezialfonds zur Cybersicherheit. Damit sollen besonders deutsche Start-ups gefördert werden.
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Gerade erst hat ein Skandal über im Internet gehackte Profile von Politikern und Prominenten die Aufmerksamkeit auf das Thema Cybersicherheit gelenkt. Quelle: E+/Getty Images
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Gerade erst hat ein Skandal über im Internet gehackte Profile von Politikern und Prominenten die Aufmerksamkeit auf das Thema Cybersicherheit gelenkt.

(Foto: E+/Getty Images)

FrankfurtDas Timing ist günstig. Gerade erst hat ein Skandal über im Internet gehackte Profile von Politikern und Prominenten die Aufmerksamkeit auf das Thema gelenkt, da füllt ein Wagnisfinanzierer einen Geldtopf speziell zur Abwehr solcher Attacken auf. Der Spezialfonds Cybersecurity wurde Ende 2018 bei 30 Millionen Euro geschlossen, sagte Paul-Josef Patt, Vorstandschef der eCapital entrepreneurial Partners AG dem Handelsblatt.

Zusätzlich werden 20 Millionen Euro aus einem Vorgängerfonds für das Thema reserviert. Zu den Investoren zählten das ERP-Sondervermögen, die NRW-Bank und die RAG-Stiftung, außerdem sind Versorgungswerke und private Investoren engagiert.
Die Geldgeber für den Cybersecurity-Fonds wollten eine übliche Rendite, die vier bis fünf Prozentpunkte über den Aktienmärkten liegt.

Aber es gebe auch ein strategisches Interesse. „Man will den Wettbewerbern in den USA und Israel zeigen, dass die deutschen Firmen mithalten können. Der Engpass bei uns sind nicht die wissenschaftlichen Kapazitäten, es fehlt an Kapital, Netzwerk und Erfahrung für die spezialisierten Start-ups“, sagt Patt.

Der Fonds fällt in eine Zeit wachsenden Interesses an deutschen und europäischen Start-ups. In der vergangenen Woche sammelte die Smartphone-Bank N26 eine Rekordsumme im Segment der Fintechs ein, und der Branchenexperte eFront sieht derzeit ein attraktives Verhältnis von Risiko zu Rendite in Europa. Vor allem Westeuropa sehe momentan sehr stark aus.

Hier könne man sich der Performance der US-Fonds annähern, wenn die Renditen der jüngsten Jahrgänge durchgehalten würden, meint Tarek Chouman, CEO von eFront. Im dritten Quartal 2018 erwirtschafteten die Venture-Capital-Fonds für jeden eingesetzten Dollar im Schnitt 1,42 Dollar.

Der Wagnisfinanzierer eCapital hat schon in Nyris investiert, das Unternehmen ist in der Bild- und Objekterkennung tätig. Der Fonds eCapital IV, in dem 20 Millionen Euro aus insgesamt 100 Millionen Euro für Datensicherheitsthemen reserviert sind, investierte bereits in Rhebo (Überwachung vernetzter Industrieanlagen), VMRay (Abwehr von Cyberattacken) und Rips Technologies (Sicherheitslösungen für Web-Applikationen).

Die Sicherheit von Daten im Internet hat nach den Hackerangriffen einen hohen Stellenwert erhalten. Laut ZDF-Politbarometer sehen 79 Prozent der Bundesbürger hier Sicherheitsprobleme. Drei Viertel der Befragten meinen, dass der Staat nicht genug für die Bekämpfung der Internetkriminalität mache. Das Thema treibt auch die Finanzmanager um. Laut einer Analyse von Global Data glauben weltweit 60 Prozent der Vermögensverwalter, dass Cyberattacken die Kunden zunehmend verunsichern.

Der Venture-Capital-Fonds von eCapital wird nach eigenen Angaben im Schnitt ein bis drei Millionen Euro investieren. Anders als beispielsweise im E-Commerce brauche man keine riesigen Summen, um etwas anschieben zu können.

„Es gibt im deutschsprachigen Raum ein Universum von rund 70 Cybersecurity-Unternehmen, die wir bereits heute identifiziert haben und die für unseren Fonds interessant sind. Aktuell prüfen wir zwei bis drei davon intensiv, ob sie für ein Investment infrage kommen“, sagt Patt, der in der Regel Minderheitsbeteiligungen anstrebt.

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