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Wagniskapitalunternehmen Apex Ventures startet Fonds für Start-ups im Gesundheitsbereich

Wagniskapitalunternehmen will 50 Millionen Euro für Investments in den Digital-Health-Markt einsammeln. Die Branche lockt mir mit hohen Wachstumsraten.
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Den Markt für Digital Health schätzt das Wagniskapitalunternehmen Apex Ventures bis zum Jahr 2025 in Europa auf 170 Milliarden Dollar. Quelle: imago/Science Photo Library
Digitale Diagnose

Den Markt für Digital Health schätzt das Wagniskapitalunternehmen Apex Ventures bis zum Jahr 2025 in Europa auf 170 Milliarden Dollar.

(Foto: imago/Science Photo Library)

WienDas Wagniskapitalunternehmen Apex Ventures will mit dem neuen Fonds „Apex Digital Health“ 50 Millionen Euro in Start-ups aus dem Gesundheitsbereich in Deutschland, Österreich und der Schweiz investieren. „Wir haben bereits einige Unternehmen ins Visier genommen, die sich auf Grund ihrer Alleinstellung lohnen“, sagt Gordon Euller, Partner von Apex Ventures in Wien. „Das sind Firmen in allen drei Ländern. Aber auch Osteuropa ist für uns interessant.“ Der frühere Radiologe und Unternehmensgründer will bis 2020 die geplanten 50 Millionen Euro bei Investoren eingesammelt haben.

Der Zeitpunkt erscheint Apex günstig. Die Rückmeldungen seien sehr positiv gewesen. „Die Kapitalgeber sind eine Mischung aus institutionellen Fonds, Firmen aus dem Gesundheitssektor sowie Stiftungen und Familien Offices in Deutschland, Österreich und der Schweiz“, berichtet Euller. Private Investoren investieren laut Apex zwischen einer halben und einer Million Euro, institutionelle Investoren ab fünf Millionen Euro.

Der Fonds soll sich auf junge Unternehmen konzentrieren, deren Geschäftsmodell ein Alleinstellungsmerkmal bei Anwendungen oder in der Technologie aufweist. „Die Start-ups sehen unsere Expertise im Gesundheits- und Medizinbereich. Das schätzen viele Unternehmensgründer. Deshalb haben wir einen guten Flow von Deals“, sagt der Mediziner selbstbewusst.

„Wir sehen unsere Aufgabe nicht nur als Kapitalgeber, sondern auch als Aufbauer von Firmen. Wir wollen jungen Unternehmen im Gesundheitsbereich zum Erfolg verhelfen“, sagt der frühere Mc-Kinsey-Berater. „Der Zeitpunkt ist ideal, da die Technologien vorhanden sind und die Nachfrage steigt.“ Im digitalen Gesundheitssektor sieht er in Europa ein überdurchschnittliches Wachstum im Vergleich mit anderen Branchen.

Ganz neu ist der Sektor für Apex nicht. Bereits in der Vergangenheit hat sich das Venture-Capital-Unternehmen über seinen „Fonds Apex One“ mit einem Volumen von 16 Millionen Euro bereits an zwei Firmen aus dem Gesundheitssektor beteiligt. Das ist zum einen Image Biopsy Lab, das mit Lösungen über Künstliche Intelligenz Orthopäden und Radiologen unterstützt. Zum anderen Contextflow, das mit einer Suchmaschine für dreidimensionale Computertomographie-Bilder die Arbeit von Medizinern verbessert. Die Fonds von Apex sind nach Unternehmensangaben auf zehn Jahre angelegt, davon fünf Jahre als Investitionsphase.

Bundesregierung will das deutsche Gesundheitswesen digitalisieren

Den Markt für Digital Health schätzt Apex bis zum Jahr 2025 in Europa auf 170 Milliarden Dollar. Das in Indien ansässige Marktforschungsunternehmen Graphical Research geht von einer jährlichen Wachstumsrat von etwa 39 Prozent aus. Die EU-Kommission hat den digitalen Gesundheitssektor ganz oben auf der Agenda und fördert die Zukunftsbranche.

Zuletzt hatte Gesundheitsminister Jens Spahn sein Digitalisierungsgesetz vorgelegt. Mit dem Gesetzentwurf will die Bundesregierung das deutsche Gesundheitswesen digitalisieren. So soll der Zugang beispielsweise zu Videosprechstunden erleichtert werden.

Auch Apex fordert von der Politik zusätzliche Maßnahmen, um den digitalen Gesundheitssektor nach vorne zu bringen. „Es ist eine große Chance, Europa als Standort für Digital Health zu stärken. Die unterschiedliche Regulierung ist allerdings ein Problem. Viele Länder sind aber dabei, ihre Gesetze den digitalen Notwendigkeiten anzupassen“, sagt Euller.

Mehr: Der medizinischen Versorgung steht durch die Digitalisierung ein neues Zeitalter bevor. Was bedeutet das für den Patienten der Zukunft?

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