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Wahlen in Italien Märkte fürchten den Cavaliere

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Italien steckt in der längsten Rezession seit 20 Jahren
Italienische Reformbilanz in Zahlen.

Italienische Reformbilanz in Zahlen.

In den letzten Umfragen Anfang Februar lag die Mitte-Links-Allianz von Pier Luigi Bersani zwar weiterhin in Führung, das Mitte-Rechts-Bündnis hatte zuletzt aber an Zustimmung gewonnen. Wegen des großen Anteils unentschlossener Wähler sei ein Wahlsieg Berlusconis nicht auszuschließen, warnt Lück von der UBS. Laut "Corriere della Sera" ist - auch kurz vor der Parlamentswahl am Sonntag und Montag - ein Viertel der Wahlberechtigten noch immer unentschieden.

Knappe Mehrheitsverhältnisse werden vor allem im Senat erwartet, der zweiten Kammer neben den Abgeordnetenhaus. Sollte es im Abgeordnetenhaus und im Senat zu unterschiedlichen Mehrheiten kommen, wäre das sicherlich einer der ungünstigsten Wahlausgänge, meint Johannes Mayr von der BayernLB. "Eine Spaltung des Parlaments würde die Bildung einer stabilen Regierung - die das Vertrauen beider Parlamentskammern benötigt - erschweren."

Die meisten Analysten gehen jedoch davon aus, dass künftig eine Koalition aus Sozialdemokraten und Montis Block der Mitte die Geschicke Italiens lenken werden. Der begonnene Reformkurs Montis sollte sich damit fortsetzen, sagt Mayr.

Wichtig für Italien sei, dass die Arbeitsmarktreformen in der Fläche griffen, sagt Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise. Die immer noch sehr hohen Lohnstückkosten müssten weiter gesenkt werden. Nur so kann sich die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone aus ihrer Rezession befreien – die mittlerweile längste seit 20 Jahren.

Nur eine Niederlage Berlusconis und die Konstellation Bersani-Monti dürfte an den Finanzmärkten mit Erleichterung aufgenommen werden. Zu erwarten sei dann eine Rally am italienischen wie auch an anderen Aktienmärkten, prophezeit Alberto Chiandetti, Manager des Fidelity Italy Fund. Die Börsen in der Euro-Zone haben zuletzt stark unter der wachsenden Unsicherheit gelitten. Allein der Mailänder Leitindex kommt inzwischen nur noch auf ein Plus von 0,8 Prozent seit Jahresbeginn - in den ersten vier Wochen des Jahres hatte er noch einen Aufschlag von neun Prozent verbucht.

Nach Einschätzung von UBS-Experte Lück birgt aber auch eine Regierung unter Beteiligung der Sozialdemokraten ihre Risiken. Die Frage sei, ob Bersani in Sachen Sparkurs langfristig dem Druck der Gewerkschaften standhalten könne, sagt der Ökonom.

"Monti hatte es da als Parteiloser und Technokrat einfacher, Bersani steckt dagegen tief im System der politischen Verflechtungen drin." Sollten sich Reformen stauen, könnte ein langsamer Vertrauensschwund einsetzen und Italien - auch ohne ein Comeback Berlusconis - wieder ins Visier der Märkte rücken.

Sandra Navidi: "Italien könnte sich abspalten"

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11 Kommentare zu "Wahlen in Italien: Märkte fürchten den Cavaliere"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ja, er wird die EZB erpressen, dass Italien wieder uferlos neue Staatsanleihen emittieren darf. Bürgschaft dafür Deutschland ! Ich weiss.

    Aber irgendwann muss dieses perverse Schauspiel doch mal platzen, oder ? Ab wann sagt Deutschland - jetzt ist Schluss ! Mit Merkel oder Steinbrück jedenfalls nicht !!!


    Und wenn Monti bleibt in Italien, das wäre das Schlechteste für alle !

  • Freuen Sie sich mal nicht zu früh. Der Euro wird auch mit Berlusconi alternativlos bleiben.

  • Einige hier sind ja völlig aus dem Häuschen, aber alle Hoffnung wird umsonst sein. Denn egal, was hier so geschrieben wird: Berlusconi wird den Euro nicht zerplatzen lassen!
    Wenn er es wollte (und überhaupt könnte), hätte er es schon längst getan, er war bereits viermal Regierungschef.
    Er wird die Währung, mit der er ganz prima seine Wahlgeschenke liefern kann, nicht aufgeben.
    Deutschland, nicht Italien, ist der Zahlmeister. Folglich kann auch nur D den Euro-Albtraum beenden - und das auch nur gegen den massiven Widerstand der USA.
    Traurig aber wahr.

  • Absolutely rihgt !

    Europa wird das Gespenst "EU in Brüssel" besiegen, wenn es sich nicht mehr einschüchtern lässt mit "Angst einjagen" von den Medien und aus Brüssel.

    Schneidet dem EU-Etat die 100te Milliarden einfach ab !!!!! Und schon nagen sie am Hungertuch. :O)

  • Viva Berlusconi !

    Mit einem wie Berlusconi bricht die "EU in Brüssel" zusammen und das wäre das Beste, was Europa passieren kann !

    Es lebe Italien, es lebe Deutschland, weg mit der "EU in Brüssel " !

  • Der "Cavaliere" hat die Geschichte im Blut, während den Brüsselfaschisten die Blutarmut ins Gesicht geschrieben steht.
    Die EU kam über Nacht und wird deshalb über Nacht verschwinden.








  • Tja, die Geschichte produziert manchmal Treppenwitze. Einer dieser Treppenwitze ist Berlusconi, der es tatsächlich in einer dialektischen Umkehrung schaffen könnte, als Witzfigur eine der ernstesten und folgereichsten Änderungen in der europäischen Politik zu erreichen, nämlich mit dem falschkonstruiertem Euro ein Ende zu machen.
    Ob die Komödie in einer Tragödie endet, oder als Befreiung von einer ungeliebten und ungeigneten Währung letzendlich auch zu einem freien Aufatmen Europas und einem neuen Start führt, bleibt abzuwarten.

  • Die Bänker und Ihre Gehilfen, sprich ReGIERungen und der EuDSSR Verein fürchten Ihn zu recht.
    So sehr ich Bunga Bunga auch nicht mag, und der eigentlich in den Knast gehört....ABER....für einen großen Teil des "normalen EU Bürgers" ist er die Hoffnung...die Hoffnung das der Euro endlich explodiert....dieses systematische ausbluten lassen von Staaten, bzw derer Bürger/Sparer/Rentner und Arbeitnehmer endlich ein Ende hat
    Erst dann, wird es auch wieder für das Volk weiter gehen

  • Ich drücke am Sonntag ganz feste die Daumen, dass der „Cavaliere“ gewinnt.
    Liebe Italiner, ihr habt es in der Hand, diesem EU-Spuk und dem Euro endlich zum wohlverdienten Ende zu verhelfen. Die Mehrheit der Deutschen setzt euch dafür ein Denkmal lade die Familie ein und ich bestelle am Sonntagabend beim Lieblingsitaliener mindestens 5 große Pizzen und dazu guten Rotwein, den ich dann auf Italia und Silvio trinken werden!
    Grazie e arrivederci!

  • Der EUR mag nicht alternativlos sein. Den Alternativen gibt es meist. Nur ist B mE an seinem Wohl und nicht an dem seines Volkes interessiert. Gut. Andere Politiker auch. Jedenfalls manche. Aber so krass wie B?

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