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Warren Buffett „Europas Banken schnappen nach Luft!“

Anlegervorbild Warren Buffett sieht die Banken in Europa weiter in großen Problemen. Auf der volksfestartigen Hauptversammlung seiner Firma lobt er das US-Bankensystem und überspielt seine Krebserkrankung mit Witzen.
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Warren Buffett, Chairman von Berkshire Hathaway, nimmt auf seiner Hauptversammlung am Zeitungs-Weitwerfen teil. Quelle: dapd

Warren Buffett, Chairman von Berkshire Hathaway, nimmt auf seiner Hauptversammlung am Zeitungs-Weitwerfen teil.

(Foto: dapd)

Omaha Vor 40.000 seiner Jünger hat sich Investmentguru Warren Buffett skeptisch über den Zustand des europäischen Bankensystems geäußert. „Europas Banken schnappen nach Luft“, sagte der drittreichste Mann der Welt auf der Hauptversammlung seiner Firma Berkshire Hathaway in Omaha Nebraska.

Anders als die meisten US-Banken seien die europäischen Institute in ihrer Finanzierung vor allem vom Markt abhängig, und diese sei in der Krise immer wieder gefährdet. Zudem litten die Banken an der Zerstrittenheit der Länder der Eurozone.

„Als die US-Regierung 2008 gesagt hat, dass sie alles tun wird, um das System zu retten, war das glaubhaft, weil sie die Macht dazu hat“, sagte Buffett. Aber bei der Vielzahl von Staaten und Meinungen in der Eurozone sei das etwas anderes.

Buffett lobte die Politik von EZB-Präsident Mario Draghi, der die Banken mit Milliarden an frischer Liquidität versorgt hatte. „Das war ein Kraftakt. Damit wurde die verloren gehende Finanzierung der Banken ersetzt“, sagte der Milliardär. Allerdings, so Buffett, sei fraglich, was die Banken nun tatsächlich mit dem Geld gemacht hätten. „Vielleicht haben sie es nur benutzt, um schuldenfinanziert  zu investieren und noch größer zu werden.“

Mehr Zutrauen hat Buffett dagegen in das US-Bankensystem. „Die US-Banken sind gesünder als noch vor Jahren“, sagte er. Er bekannte, privates Geld in das größte US-Institut JP Morgan investiert zu haben. Berkshire Hathaway hält bereits seit langem eine große Position an der viertgrößten Bank der USA, Wells Fargo.

Volksfest für Anleger in Omaha
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12 Kommentare zu "Warren Buffett: „Europas Banken schnappen nach Luft!“"

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  • "Soweit ich weiß, droht einem die Software von " ... (VIRENSCANNERHERSTELLER) ... " auch dauernd, wenn man sich weigert zu zahlen. Offenbar haben da ein paar Leute" ... (VIRENSCANNERHERSTELLERS) ... " Geschäftsmodell auf andere Branchen übertragen"

    http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Spendengelder-verweigert/forum-228098/msg-21797340/read/

  • Wer ist Schuld an der ganzen Krise? Die Ratingagenturen. Die waren Bankster. Es wurden Staaten kaputt gemacht, damit man von den Problemen der USA ablenkt, denn wer versucht die fütternde Hand zu beißen. Somit geht es den Bank natürlich auch gut, angeblich. Man sollte nur auf die große Kreditkartenblase warten.Buffet ist in meinen Augen ein Geldhaie sonders gleichen. Das schöne ist, dass keiner das Geld mitnehmen kann.

  • Selbstversändlich sind europäische Institute vom Markt abhängig. So wie jedes private Unternehmen, dass - ungleich einiger US-Banken - nicht ohne irgendeine Form von Rechenschaft auf Steuerzahlergelder in Milliardenhöhe hoffen kann.

    Warum das US-Bankensystem vergleichsweise gut aufgestellt ist, wissen wir alle: Ich sage nur TARP programme. Da wurden hunderte Milliarden - offiziell mind. 800 - in ein völlig fehlgeleitetes System gepumpt; Steuerzahlergeld, mit dem sich die Banker dann dicke Boni geleistet haben, ohne irgendeine Form von accountancy. Das Ergebnis ist ein vordergründig gesundes Bankensystem, mit einer nie dagewesenen Konzentration. Die Regierung Obama fährt in dieser Hinsicht genau den gleichen Stiefel wie seinerzeit G. W.: nicht verwunderlich, die wichtigen Entscheider setzen sich ja nach wie vor aus Ex-Bankern und Grünspan-Schülern zusammen.

    Dass das Bail-out Programm der US-Regierung von 2008/2009 für die Sanierung von Banken, die kurz vor ihrem Ende standen, als der grösste Skandal von corporate welfarism in die Geschichte des amerikanischen Kapitalismus eingegangen ist, vergißt auch Herr Buffett. Klar, Warren, Wells Fargo sind gut aufgestellt...hat sicher nichts mit der 25 Milliarden USD Kapitalspritze zu tun, die das Institut 2008 als eines der ersten bekommen hat.

    Mit freier Marktwirtschaft hat das nichts zu tun: Verluste für den Steuerzahler & Gewinne für den Aktinär! An der lahmenden US-Konjunktur, die bestimmt nicht so schnell in die Gänge kommen wird, sieht man, dass das Geld einfach in die falschen Sektoren geleitet wurde.

    Unser Herr Buffett mag ein ehrenwerter Mann sein & sicher einer der ganz großen Köpfe, aber in diesem Fall ist ihm wohl das Hemd näher als der Rock. Von ganzem Herzen gute Besserung!

  • Ich bin selbst über viele Jahrzehnte Anleger und habe bis vor einigen Jahren Warren Buffet geschätzt. Allerdings ist er zwischenzeitig nicht nur zu einen Nutznießer des Systems,sondern zu einem Handlanger dessen verkommen. Dies zeigt u.a. auch seine Statements in Edelmetalle und die Huldigung der menschenverachten Aktivitäten der amerikanischen Banken und des Staates. Je eher man die FIAT Money Zahlungsströme an die Großbanken inkl. DB unterbricht umso kommen die Spekulationen gegen die eigenen Anleger und Investoren zum Ende.

  • Würden alle Staaten rational nach ihren Interessen handeln, wäre das Euro-Experiment schon längst beendet und die Währungsunion wieder aufgelöst. Es geht überhaupt nur noch weiter, weil Deutschland sich aufgrund historischer Schuldkomplexe verpflichtet fühlt, als Bürge der letzten Instanz andere unbegrenzt auf seinen Deckel zechen zu lassen. Spätestens wenn dieser Bürge ausfällt, kommt das Euro-Ende auf die harte Tour. Angesichts der Rechnung, die dann präsentiert wird, werden uns heutige Debatten über Hartz-IV-Sätze und Betreuungsgelder wie Luxusprobleme aus glücklichen Zeiten erscheinen.

  • Ajit Jain der Bruder von Anshu Jain?

    http://indiatoday.intoday.in/story/anshu-jain-deutsche-bank-co-ceo/1/146450.html

    "He [Ajit Jain] spotted Anshu Jain, not related to him in any way, early."

  • Zur Sache! Buffets Bewertung, dass Europas Bankenkrise alles andere als ausgestanden ist, ist zutreffend. Um im Jargon der Finanz-Feuerwehrer zu bleiben: Das Feuer lodert als Schwehlbrand weiter. Was wir wissen, ist, dass die Banken das Billiggeld von Target2 überwiegend dazu benutzt haben, ihre begebenen Anleihen zu einem Großteil zurückzukaufen und, dass vornehmlich die Südstaatenbanken damit Anleihen ihrer Länder gekauft haben. Das erspart ihnen Ausgaben und beschert ihnen gute Einnahmen (von EZBs Gnaden). Ob das jedoch die in ihren Bilanzen steckenden Hochrisken (z.B. die Kredite für die hochgeblasenen Immobilien in Sapanien, Spekulationen in Finazderivate u.ä.) kompensiert, darf mehr als bezweifelt werden. Solange dies aber nicht der Fall ist, werden sie nicht Herzschrittmacher für die Realwirtschaft sein können. Sie werden im Gegenteil weiterhin "rettungsgefährdet" sein.

  • Interessant auch, dass er die Türkei ein Vorbild für Europa nannte. Ein weiser Mann.

  • Ich finde diese Kommentare, die völlig frei von irgendwelcher Sachkenntnis sind, immer wieder amüsant.

    Buffett ist alles andere als eine Heuschrecke, sondern langfristig engagierter Investor.

  • @cueneyt1986 - schämen Sie sich für Ihren Beitrag, ob Heuschrecke oder nicht - man wünscht keinem Menschen das er krepiert. Ihnen fehlt wohl die gute Kinderstube. Ausserdem, wenn Sie sich mit Warren Buffet beschäftigt hätten und nicht nur dem Stammtischgeschwätz der Occupy-Bewegung glauben schenken würden, wüssten Sie, dass er vieles aber sicher kein gewissenloser Investor ist.

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