Warren Buffett wird 85 Rente? Bloß nicht!

Der legendäre Investor wird am heutigen Sonntag 85 Jahre alt – und hat große Pläne für seinen Konzern Berkshire Hathaway. Der hat gerade den größten Zukauf seiner Geschichte hinter sich. Und nicht alles läuft rund.
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Happy Birthday, Warren Buffett!

New YorkWarren Buffett ist ein glücklicher Mensch. Stress bei der Arbeit? Kennt er nicht. Burn-out? Nie gehört. Statt sich jeden Morgen ins Büro zu schleppen, tanzt er vergnügt zur Arbeit, wie er in seiner Biografie „Tap Dancing to Work” verrät.

Kein Wunder, dass der Ausnahme-Investor nichts von Ruhestand wissen will. Buffett wird am heutigen Sonntag 85 Jahre alt und will genau so weitermachen wie bisher. „Ich plane zu arbeiten, bis ich über 100 bin”, hatte er bereits an seinem 80. Geburtstag klargestellt. Seitdem arbeitet er mit Volldampf daran, sein Konglomerat Berkshire Hathaway weiter auszubauen.

Erst Anfang August besiegelte er die größte Übernahme in der Konzerngeschichte. Berkshire kaufte den amerikanischen Industrie-Zulieferer Precision Castparts für über 37 Milliarden Dollar. Zudem arbeitet Buffett gerade mit dem Finanzinvestor 3G Capital daran, den Lebensmittelkonzern Kraft mit dem Ketchup-Hersteller Heinz zu einem profitablen Unternehmen zu verschmelzen.

Warren Buffetts lukrativste Geschäfte
Warren Buffett auf Einkaufstour
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Die Beteiligungsgesellschaft von US-Starinvestor Warren Buffett, Berkshire Hathaway, steht vor ihrem bisher größten Zukauf. Mehr als 37,2 Milliarden Dollar will die Investmentgesellschaft für den Industrie-Konzern Precision Castparts zahlen – so viel wie noch nie. Die Investmentfirma des US-Milliardärs Berkshire Hathaway biete 235 Dollar je Aktie, was einem Aufschlag von gut 21 Prozent im Vergleich zum Schlusskurs vor dem Wochenende entspreche, teilte PCC am 10. August mit. Das Unternehmen stellt unter anderem Teile für die Flugzeugbauer Airbus und Boeing sowie für Energiefirmen her und ist an der Börse 26,7 Milliarden Dollar wert. Es ist nicht die einzige Übernahme von Buffetts Firma...

Heinz
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Ob Coca-Cola oder Wal-Mart – Warren Buffett investiert gerne in uramerikanische Unternehmen. Im Jahr 2013 hatte Buffett Heinz zusammen mit dem brasilianischen Finanzinvestor 3G übernommen. Der Ketchup-Hersteller und der heimische Rivale Kraft fusionieren auf Betreiben von Buffet zum drittgrößten Lebensmittel-Konzern Nordamerikas. Und das hat sich für den Starinvestor mehr als gelohnt: sein Anteil an Heinz Kraft ist rund 22,5 Milliarden Dollar wert.

Burlington Northern Santa Fe
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Es ist der größte Deal, den Warren Buffett bisher gestemmt hat: Für 44 Milliarden Dollar kaufte Berkshire Hathaway den US-Eisenbahn-Konzern Burlington Northern Santa Fe. Nach Buffetts Worten handelte es sich dabei um eine Wette. „Es ist eine Wette auf die wirtschaftliche Zukunft der USA. Ich liebe Wetteinsätze“, sagte er. Der Konzern steigerte seinen Gewinn um fünf Prozent auf 963 Millionen Dollar. Im Jahr 2010 bezahlte Buffett für 77,4 Prozent, die ihm noch fehlten, 26,5 Milliarden Dollar.

General Re
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Für 16 Milliarden Dollar übernahm Buffet 1998 den Rückversicherungskonzern General Re. Bereits vor dem Deal war General Re die größte Rückversicherungsgesellschaft in den USA und machte einen Umsatz von einer Milliarde Dollar.

Bank of America
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2011 beteiligte sich Warren Buffet an der Bank of America: sein Investmentfonds hatte fünf Milliarden Dollar in die Bank gesteckt. Buffett kaufte 50.000 Vorzugsaktien zu je 100.000 Dollar, die die Bank zu diesem Zwecke extra ausgab. Für diese Aktien zahlt sie eine Dividende von jährlich sechs Prozent. Diese Investition brachte Buffett 280 Millionen Dollar in nur 24 Stunden ein. Der Starinvestor hatte zu der Zeit bereits auf dem Höhepunkt der Finanzkrise sein Vertrauen in das US-Bankensystem demonstriert, in dem er in eine andere Großbank investierte...

Goldman Sachs
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Nach der Lehman-Pleite hatte Buffett darauf gesetzt, dass die US-Regierung die großen Banken an der Wall Street retten wird. Berkshire Hathaway hatte dem New Yorker Brokerhaus Goldman Sachs im Jahr 2008 fünf Milliarden Dollar geliehen. Die Rechnung ist für Buffett aufgegangen, seit der Finanzkrise sind Goldman-Sachs-Aktien deutlich gestiegen. Heute gehört die Investmentbank zu den Top-10-Aktien im Portfolio von Berkshire Hathaway.

Lubrizol
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Die Feuerwehr vor Lubrizol in Hamburg: Der US-Spezialchemiehersteller Lubrizol weckte im Jahr 2011 das Kaufinteresse von Starinvestor Buffett. Er investierte 9,2 Milliarden Dollar in das Unternehmen, das seinen Firmensitz in Ohio hat. „Lubrizol ist genau die Art von Unternehmen, mit denen wir gerne zusammenarbeiten – Weltmarktführer bei mehreren Anwendungen, das von einem fähigen Vorstandschef geführt wird“, sagte Buffett damals zu der Übernahme.

Es ist ein besonderes Jahr für Buffett. Im Mai feierte er bereits sein 50. Jubiläum an der Spitze von Berkshire Hathaway. Der Investor aus Omaha im US-Bundesstaat Nebraska hatte das krisengeschüttelte Textilunternehmen 1965 übernommen und über die Jahre zu einem Konzern ausgebaut, zu dem milliardenschwere Aktienbeteiligungen gehören, ebenso wie Versicherer und Rückversicherer, ein Eisenbahnkonzern und gut 80 kleine und mittelständische Unternehmen.

Mit einer Marktkapitalisierung von 328 Milliarden Dollar gehört Berkshire zu den fünf größten börsennotierten Konzernen in den USA. Zur Hauptversammlung, die Buffett „das Woodstock für Kapitalisten” getauft hat, pilgerten in diesem Jahr 40 000 Fans nach Omaha - so viele wie noch nie.

In Krisen ist Buffett Kult
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