Welthandelsindex Trendwende am Aktienmarkt steht bevor

An den Börsen geht es heute kräftig abwärts - langfristig dürften aber wieder bessere Zeiten kommen. Das signalisiert der Welthandelsindex - ein neuer Indikator von V.M.Z. Vermögensverwaltung und Handelsblatt.
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FrankfurtEs war eine Meldung ganz nach dem Geschmack der Anleger, die die aktuelle Kursschwäche als Gelegenheit ansehen, um sich günstig mit Aktien einzudecken. Der deutsche Außenhandel zeigte sich vergangene Woche robuster als das Gros der Experten dies erwartet hatte. „Insbesondere die Nachfrage aus Nicht-Euro-Zone-Ländern hat zuletzt deutlich zugenommen“, sagt Bernd Hartmann, Leiter des Investment-Research der liechtensteinischen VP Bank.

Gerade weil der weltweite Handel für die Vorhersage der Konjunktur und die Entwicklung des Aktienmarkts immer wichtiger wird, berechnet die Kölner V. M. Z. Vermögensverwaltung Dr. Markus Zschaber künftig jeden Monat exklusiv für das Handelsblatt den sogenannten Welthandelsindex. Der Clou dabei: Anders als vergleichbare Barometer wie der Baltic Dry Index oder der Howe Robinson Container Index bezieht der Welthandelsindex alle vier Transportwege ein (Schiffe, Schiene, Straße, Luft) und bietet damit einen umfassenden Überblick über alle weltweiten Handelsaktivitäten.

Seitdem die Warenströme quer über den Erdball immer schneller und zugleich stärker fließen, lesen Volkswirte und Aktienstrategen daraus auch Konsequenzen für den Aktienmarkt ab. Der Grund: "Fakt ist, dass die Bedeutung des Welthandels für die globale Wirtschaft rasant zugenommen hat und somit ein aussagekräftiges Bild für die aktuelle Situation der Weltwirtschaft darstellt", sagt Björn Kising, der bei der V.M.Z. Vermögensverwaltung Dr. Markus Zschaber in Köln die volkswirtschaftliche Abteilung leitet.

Das verdeutlichen zwei Zahlen: Im vergangenen Jahr wurden weltweit Waren und Güter im Wert von über 18.000 Milliarden US-Dollar exportiert, das waren fast 30 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung. Der Welthandel ist ein dynamischer Teil des Wirtschaftswachstums, der gut vom Welthandelsindex eingefangen wird. Er misst die Signale, die von internationalen Handelsströmen ausgehen. Anders als bei ähnlichen bekannten Indizes dieser Art, die etwa nur Transporte per Schiffsfracht untersuchen, gehen in den Welthandelsindex alle Warenströme per Straße und Schiene, zu Luft und zur See mit ein.

Ein Niveau über 50 Punkte zeigt wachsenden Welthandel

Mit Hilfe von mathematischen Modellen werden beim Index Millionen von Daten täglich aufgenommen, bewertet, gewichtet und verdichtet. Das Ergebnis lässt sich am Ende jedes Monats an einer Zahl ablesen. Indexstände über einem Niveau von 50 Punkten zeigen bereits einen wachsenden Welthandel inmitten einer expandierenden Gesamtwirtschaft an. Unterhalb von 50 Punkten schrumpft die Welthandelsaktivität, unter 45 Punkten sogar deutlich.

Klassische Branchen profitieren besonders
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25 Kommentare zu "Welthandelsindex: Trendwende am Aktienmarkt steht bevor"

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  • Gott ne, immer diese Weltuntergangsfanatiker. Selbst der schwarze Freitag war nicht für die Ewigkeit unten, aber saugut zum Nachkaufen!

  • Hä? Warum denn nicht investieren, um das Papiergeld loszuwerden. Aktien gibt es auch nach der Währungsreform noch. Schade das mein Opa keine Aktie von IG Farben hatte, die waren später nach dem Krieg richtig viel DM wert.

  • Quatsch, lies Dir mal den Quartalsbericht der HHLA durch. Preisdumping bei Container, weniger Gewinn trotz 4.7% mehr Umsatz.

  • Punkte habe ich natürlich gemeint :-(

  • Ja, hoffentlich, tausend Euro wäre gut!

  • Niemand möge sich Blenden lassen. Die Eurokrise ist eine epochale Krise, welche die EU zumindestens beschädigen, wenn nicht sogar zerstören wird. In einem solchen Umfeld
    steht kein baldiger Turn around zum Besseren für den Aktienmarkt bevor. Im Gegenteil, die erst noch bevorstehende Hysterie wird den DAX auf 1000-1500 Punkte drücken. Bevor das sich in den nächsten Jahren anstehende
    Totalblutbad an den Aktienmärkten abgeschlossen ist, tut niemand gut daran sich dort zu engagieren. Da hilft die ganze Gesundbeterei im Handelsblattartikel auch nichts.
    Selbst fundamentan aufgestellte Unternehmen werden durch die aufziehende katastrophale Börsenstimmung massívst nach unten gerissen werden.

  • Also ich glaube an den Indikator des Handelsblatts und der VMZ!! Aktien sind derzeit absolut unterbewertet. Und wenn die zumeist eh dummen Privatanleger derzeit keine Aktien haben bzw. kaufen, umso besser!! Schließlich muss mir ja einer meine dann doppelt und dreifach so teuren Papiere in zwei bis drei Jahren abkaufen...

  • Natürlich kommt die Trendwende - irgendwann.
    Welcher Trend? Tages-, Wochen-, Monatstrend? Säkularer Trend?
    Das Prinzip ist bekannt durch den Dow Transport, dort funktioniert es.
    Ein Verkaufstrick ist das, mehr nicht!

  • @ VMC - Hinzu kommen noch Mietstop und Zwangsanleihen :-)
    Was koennte man denn fuer Notfaelle bunkern? Zigaretten, Nescafe, Weinbrand, Erdnuesse (vacuum verpackt), Kaurimuscheln?

  • Hm...bei so einer Meldung - mach ich grade das Gegenteil.

    Es steht ein kleiner Crash kurz bevor, und jetzt werden noch "dumme Schafe" gesucht, die jetzt ins fallende Messer greifen.

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