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Whisky als Investment Eine Flasche für 8564 Euro, bitte!

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Der erste Whisky-Fonds der Welt

Handmade: Der Herr der Fässer

Die steigende Nachfrage nach seltenen Malt-Whiskys hat Rickesh Kishnani, Chef von Platinum Wines in Hongkong, auf die Idee gebracht, im Juni den weltweit ersten Whiskyfonds aufzulegen. In der ersten Finanzierungsrunde sammelte er dafür vier Millionen Dollar ein. „Im Markt wird es zehn bis 15 Jahre lang eine Lücke zwischen dem Angebot seltener alter Single Malts und der wachsenden Nachfrage geben, und zwar vor allem in Asien“, sagt Kishnani. Ein Teil dieser Nachfrage kommt von Weinsammlern, die sich den härteren Sachen zuwenden, nachdem der Liv-ex 100 seit seinem Hoch im Juni 2011 35 Prozent abgegeben hat.

„Mein Weinportfolio entwickelt sich im Moment nicht so gut, darum diversifiziere ich in Whisky“, sagt S.K. Yu, der an der Bonhams-Auktion für japanische Whiskys am 15. August teilnahm. Damit tritt er einem exklusiveren Kreis bei. Denn laut Scotch Whisky Association gibt es nur rund hundert Single-Malt- Brennereien in Schottland, gegenüber über 8000 Winzern in Bordeaux, die nicht einmal zwei Prozent der weltweiten Weinproduktion abdecken.

Whisky-Highland-Gründer Andy Simpson schätzt, dass der Auktionsmarkt für Whisky in Großbritannien, wo der überwiegende Teil des Handels stattfindet, dieses Jahr ein Volumen von 6,75 Mio. Pfund erreichen wird, nach fünf Mio. Pfund im letzten Jahr. Bei Weinauktionen wurden 2013 weltweit rund 278 Millionen Dollar umgesetzt, ein Rückgang um 15 Prozent.

Zu den schottischen Marken gesellen sich Whiskys aus Japan, wo die erste kommerzielle Brennerei, Yamazaki, vor 90 Jahren den Betrieb aufnahm. Die japanischen Marken wurden im Westen dank Filmen wie „Kill Bill“ populär. Oder „Lost in Translation“, wo Schauspieler Bill Murray einen Suntory Hibiki lobt.

Manche sorgen sich wegen der wachsenden Zahl von Spekulanten. „Viele Leute springen jetzt auf den Zug auf, die vor vier oder fünf Jahren noch gar nicht über Whisky als Investment nachgedacht haben“, sagt Mark Gillespie von WhiskyCast im US-amerkanischen Haddonfield. „Damit kommen wir einer Spekulationsblase näher.“

Patel macht sich deshalb keine Sorgen. Der Whisky habe einen inneren Wert, sagt er. „Am Ende kann man die Flasche immer noch aufmachen und genießen.“

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1 Kommentar zu "Whisky als Investment: Eine Flasche für 8564 Euro, bitte!"

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  • Wenn ich für eine gute Flasche Scotch Single Malt ca. 30-40 EUR ausgebe und 43% dafür erhalte, warum sollte dann ernsthaft für eine Flasche 8564 Euro bezahlen (smile)?